Benedikt XVI.: Unsere wirkliche Nahrung ist das Wort Gottes

Ende der Fastenexerzitien im Vatikan - Dankesworte an Kardinal Arinze

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ROM, 9. März 2009 (ZENIT.org).- Eine der schönsten Aufgaben des Papstes bestehe darin, „Danke" zu sagen. Das bekräftigte Papst Benedikt XVI. am Samstag, dem 7. März, als er sich zum Abschluss der diesjährigen Fastenexerzitien der Römischen Kurie in der Kapelle „Redemptoris Mater" des Apostolischen Palasts im Vatikan an Prediger Kardinal Francis Arinze wandte.

Benedikt XVI. dankte Kardinal Arinze für die vorgetragenen Meditationen, die keine „theologischen Kunststücke eines Akrobaten" gewesen seien, sondern vielmehr Ausdruck „einer gesunden Lehre", „das gute Brot unseres Glaubens", um dann auf ein Wort des Propheten Ezechiel zu sprechen zu kommen: „Auf gute Weide will ich sie führen, im Bergland Israels werden ihre Weideplätze sein" (Ez 34,14).

Der heilige Augustinus habe sich diesbezüglich gefragt, was mit dem Bergland Israels und dem Bild der grünen Weiden gemeint sei, und habe auch eine Antwort gefunden: „Mit den grünen Weiden ist nach Augustinus die Heilige Schrift gemeint, das Wort Gottes, das unsere wahre Nahrung ist."

Benedikt XVI. würdigte die Vertrautheit von Kardinal Arinze mit der Heiligen Schrift: Er lese sie in der Tradition der lebendigen Kirche, von den Kirchenvätern angefangen bis hin zum Katechismus des Katholischen Kirche, und nehme dabei stets den liturgischen Zusammenhang in den Blick. Arinzes Theologie sei nie abstrakt, sondern zeichne sich durch einen „gesunden Realismus" aus.

„Ich habe Ihre 50-jährige Erfahrung als Priester und Bischof bewundert, von der sie zu uns gesprochen haben", so Papst Benedikt. Im Licht dieser Erfahrungen habe er allen Anwesenden geholfen, den Glauben „zu konkretisieren". Kardinal Arinze habe ihm und den Mitarbeitern der Römischen Kurie gezeigt, dass Jesu „in seiner Kirche, in seinem Wort, in der allerheiligsten Eucharistie" wohne. „Danke, Eminenz, für diese ihre Leitung! Mit neuem Schwung und neuer Freude nehmen wir nun unseren Weg zum Osterfest auf."

Im Mittelpunkt der Fastenexerzitien, die Kardinal Arinze in der vergangenen Woche im Vatikan geleitet hatte, stand das Thema „Der Priester trifft Jesus und folgt ihm nach".