Benedikt XVI. verfolgt die Vorbereitungen zum WJT

Organisationsapparat im Endspurt

| 1004 klicks

VATIKAN, Donnerstag, 30. Juni 2011 (ZENIT.org). - „Der Papst ist gut informiert und verfolgt aufmerksam die Vorbereitungen für den Weltjugendtag (WJT) in Madrid“, erklärte Kardinal Antonio Maria Rouco Varela, Erzbischof der spanischen Hauptstadt, vor Journalisten am Dienstag im Pressesaal des Heiligen Stuhls.

Während dieser Pressekonferenz präsentierte der Kardinal das Programm des Weltjugendtags, der in weniger als fünfzig Tagen beginnen wird, und zu dem die Teilnahme von mehr als einer Million Jugendlichen erwartet wird.

„Wir wissen, dass der Heilige Vater gefragt hat, ob es in Madrid heiß sein werde, und dass er große Hoffnungen auf das Ergebnis der Veranstaltung setzt“, gab der Geschäftsführer des Weltjugendtags, Yago de la Cierva, gegenüber ZENIT bekannt.

Er erinnerte auch daran, dass die Gesamtzahl der Teilnehmer drei Mal höher einzuschätzen sei als die Zahl der bis zu einem Monat zuvor Registrierten, das heißt, der von Kardinal Stanislaw Rylko, Präsident des Päpstlichen Rates für die Laien, bekanntgegebenen 400.000 angemeldeten Teilnehmer.

Zum ersten Mal auf einem WJT werde der Papst einigen Jugendlichen in den Gärten des Buen Retiro in Madrid das Sakrament der Versöhnung spenden.

Neben den beiden Kardinälen und dem Geschäftsführer des Weltjugendtages nahmen an der Pressekonferenz eine ehrenamtliche Mitarbeiterin, Elsa Vazquez Maggio, der Leiter des Generalsekretariats der Anmeldung, José Antonio Martínez Source, und der Direktor des Pressebüros des Heiligen Stuhls, P. Federico Lombardi, teil.

„Jeder WJT ist eine reiche Aussaat des Evangeliums“, so Kardinal Ryłko, „ein Ereignis, das unter der Fürsprache der Schutzpatrone des WJT steht“, besonders unter der Fürsprache Johannes Pauls II., „der mit dem Titel ‚Seliger' erneut den jungen Menschen, die er so sehr liebte, begegnen kann“.

Hinsichtlich der veröffentlichten Zahlen wies Kardinal Ryłko darauf hin, dass „auf einem WJT mit über 400.000 jungen Menschen noch nie zuvor eine solch hohe Quote offiziell registrierter Teilnehmer erreicht worden war, da sie sich in der Regel erst im letzten Moment anmelden“.

Es gebe fast 90.000 registrierte Teilnehmer aus Amerika, von denen etwa 60.000 aus Lateinamerika stammten.

Zu dem Mittagessen, das Benedikt XVI. mit 12 Jugendlichen einnehmen wird, wurden jeweils zwei freiwillige Mitarbeiter aus jedem Kontinent eingeladen. Aus ganz Asien gab es nur zwei, einen aus Taiwan und einen aus Vietnam, so bedurfte es bei ihnen keiner Auslosung.

Auch 14.000 Priester hätten sich bereits angemeldet, die die jungen Menschen begleiten würden, und 744 Bischöfe, von denen 263 die Katechesen der jungen Menschen an 250 Standorten und 30 Sprachen leiten werden. „Das ist ein wahrhaftiges Pfingstereignis!“, fügte der polnische Kardinal hinzu.

Es sei geplant, 700.000 Exemplare des YouCat, einen in Form von Fragen und Antworten besonders auf Jugendliche abgestimmten Katechismus, in sechs Sprachen auszuteilen.

Darüber hinaus sollten 24.000 Freiwillige aus mehreren Ländern bei verschiedenen Diensten mithelfen.

Viele Jugendliche würden mehrere Tage in 68 spanischen Diözesen verbringen; dies zeige, wie die ganze spanische Kirche sich direkt an der Erfahrung des WJT beteiligen werde.

Ryłko Kardinal erinnerte daran, dass diesen Zahlen ebenso die Anzahl derer angefügt werden müsse, die die Veranstaltung per Fernsehen oder Internet folgen würden.

Kardinal Rouco lobte die Zusammenarbeit mit den spanischen Behörden, insbesondere mit der Regierung von Präsident José Luis Rodríguez Zapatero.

Yago de la Cierva sagte unter anderem, dass die Organisation „auf einer breiten diözesanen Struktur basiert; sonst wäre das Ganze nicht möglich gewesen“.

Auch könne die Veranstaltung mit einer „großen bürgerlichen Plattform“ rechnen: „Mit Beiträgen von Jung und Alt, öffentlichen Institutionen, und der Unterstützung durch Unternehmen mit konkreten Dingen“.

Für die Mahlzeiten in Madrid sei eine Essensmarke entwickelt worden, die in mehr als 6.000 Restaurants eingelöst werden könne.

Die Gesamtkosten des WJT beliefen sich auf rund 55 bis 62 Millionen Euro belaufen: Für die Leistungen sei ein öffentlicher Wettbewerb ausgeschrieben worden; die endgültigen Zahlen sollten bald nach dem Ende der Veranstaltung veröffentlicht werden.

De la Cierva sagte, dass die jungen Leute zwei Drittel der Kosten tragen müssten, da sie keine Kinder mehr seien.

Unter den kulturellen Veranstaltungen biete der Prado einen kostenlosen Besuch in der berühmten Kunstgalerie mit Gemälden von Rubens, El Greco, Velázquez, Zurbarán und Caravaggio.

Auch würden die Kinos eine besondere Rolle spielen. Am Mittwoch, dem 17. August, solle in der „Calle Fuencarral“ das „WJT Punkt Kino“ eingerichtet werden, ein Raum, der die Pilger und die breite Öffentlichkeit dazu einladen werde, mit Filmvorführungen, Begegnungen und Diskussionen mit Filmproduzenten, Schauspielern und Experten aus der Welt des Kinos die Geschichte von Christen mit einem soliden Glauben kennenzulernen.

Die mexikanische Ehrenamtliche Elsa Vasquez Maggio mit australischer Staatsbürgerschaft informierte darüber, dass „etwa 50 Freiwillige in 18 Sprachen in sozialen Netzwerken wie Facebook arbeiten, wo sie etwa 160.000 Menschen über das Ereignis informiert haben“.

Der Leiter des Generalsekretariats für die Anmeldung, José Antonio Martínez Source, teilte mit, dass Spanien kostenlose Visa für junge Menschen, die zum WJT kommen wollen, ausstelle, das sie mit einem Schreiben vom Organisationskomitee des WJT beantragen könnten.

[Übersetzung aus dem Spanischen von Susanne Czupy]