Benedikt XVI.: Verteidigt die Christen im Irak und in Indien!

Päpstlicher Appell an Politiker, Religionsführer und alle Menschen guten Willens

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ROM, 27. Oktober 2008 (ZENIT.org).- Benedikt XVI. hat sich dem eindringlichen Hilfsappell der Patriarchen der Ostkirchen zugunsten der verfolgten Christen im Irak und in Indien angeschlossen.



Der Papst rief gestern, Sonntag, vor dem Angelusgebet die internationale Gemeinschaft, die religiösen Hirten und Führer sowie alle Männer und Frauen guten Willens eindringlich dazu auf, ihre Aufmerksamkeit von neuem auf die Tragödie in einigen östlichen Ländern zu lenken. Dort seien die Christen Opfer von Intoleranz und grausamer Gewalt geworden, würden bedroht und dazu gezwungen, ihre Häuser zu verlassen, um auf der Suche nach Zuflucht umherzuirren und sogar getötet zu werden.

Der Heilige Vater verlieh seiner Überzeugung Ausdruck, dass die alten und ehrwürdigen Bevölkerungsgruppen dieser Länder im Laufe von Jahrhunderten respektvollen Zusammenlebens gelernt hätten, den Beitrag zu schätzen, den die kleinen, aber rührigen und qualifizierten christlichen Minderheiten zum Wachstum des gemeinsamen Heimatlandes leisteten. Die Christen verlangten keine Privilegien, sondern verlangten nur danach, Seite an Seite mit ihren Mitbürgern in ihrem Land leben zu können.

Benedikt XVI. forderte die zuständigen Vertreter der zivilen und religiösen Behörden auf, keine Mühen zu scheuen, um die Legalität und das bürgerliche Zusammenleben rasch wieder herzustellen und den aufrichtigen und ehrlichen Bürger zu erkennen zu geben dass sie auf einen adäquaten Schutz seitens der staatlichen Einrichtungen zählen dürften.

Gleichzeitig wünschte der Heilige Vater, dass die Verantwortlichen der zivilen und religiösen Einrichtungen aller Länder im Bewusstsein ihrer Rolle als Führer und als Bezugspunkt für die Bevölkerung ganz deutliche und explizite Gesten der Freundschaft und der Achtung gegenüber den christlichen und den anderen religiösen Minderheiten setzten. Die Verteidigung ihrer legitimen Rechte müsse zur Ehrensache gemacht werden.