Benedikt XVI. weiht eine neue Pfarrkirche seiner Diözese

Fünfter Pastoralbesuch des Bischofs von Rom

| 1126 klicks

ROM, 17. Dezember 2007 (ZENIT.org).- Aufgabe der Christen ist es, aller Widrigkeiten zum Trotz Zeugen der Heil bringenden Wahrheit des Botschaft Christi zu sein. Daran erinnerte Benedikt XVI. am dritten Adventsonntag die Gläubigen der römischen Pfarrei Santa Maria del Rosario di Pompei ai Martiri Portuensi, deren Kirche er weihte.

Mit dem Papst, dem Bischof von Rom, konzelebrierten in der neuen römischen Pfarrkirche Kardinalvikar Camillo Ruini, Bischof Benedetto Tuzia (der für den Sektor Nord-Ost der Stadt zuständige Bischof), Bischof Ernesto Mandara (Sekretär des für die neuen Kirchen zuständigen Amtes der Diözese Rom), Msgr. Massimo Camisasca (Superior der Priesterbruderschaft der Missionare des heiligen Karl Borrmomäus) sowie der aus Irland stammende Pfarrer Gerard Charles McCarthy.

Benedikt XVI. wies in seiner Predigt darauf hin, dass sich die Pfarrei in unmittelbarer Nähe der Generosa-Katakomben befindet (unweit der ursprünglichen Tibermündung). An diesem Ort wurden der Überlieferung nach drei Geschwister bestattet: Simplicius, Faustinus und Beatrix, die der Christenverfolgung unter Kaiser Diokletian im Jahr 303 zum Opfer gefallen waren.

Der Heilige Vater bezeichnete diese jungen Märtyrer, die wegen ihres Zeugnisses für Christus gestorben waren, als „mächtige Anregung für uns Christen von heute, in der treuen Nachfolge Jesu auszuharren“. Auch heute widersetze man sich, wenngleich auf unterschiedliche Art, der Heilsbotschaft Christi. „Und die Christen sind nicht weniger als gestern dazu aufgerufen, vom Grund ihrer Hoffnung Zeugnis abzulegen, der Welt das Zeugnis der Wahrheit des Einzigen anzubieten, der heilt und erlöst.“

Aufgabe der Bischöfe und Priester sowie des apostolischen und missionarischen Engagements eines jeden Gläubigen sei es, „mit Worten und mit dem Leben zu verkündigen und zu bezeugen, dass er, der Mensch gewordenen Sohn Gottes, unser einziger Heiland ist“.

Am „Gaudete-Sonntag“ erinnerte der Papst die Gläubigen zudem daran, dass der Advent eine Einladung zur Freude darstellt – weil der Herr kommt, um uns zu retten. Benedikt XVI. ermahnte die Gläubigen, aus dem Schlaf der Routine und der Mittelmäßigkeit aufzuwachen sowie Traurigkeit und Mutlosigkeit abzustreifen und hinter sich zu lassen. „Es ist notwendig, dass wir unser Herz mit neuem Mut erfüllen geben, denn: Der Her ist nahe!“

Benedikt XVI. hob auch die Bedeutung und „Sakralität“ der „lebendigen Gemeinde“ hervor. Um den „lebendigen und geistlichen Tempel“ zu errichten, müsse man beten und alle Gelegenheiten nutzen, die die Liturgie, die Katechese und die vielfältigen pastoralen, karitativen, missionarischen und kulturellen Initiativen bieten und die das Herz der neuen viel versprechenden Pfarrei jung erhalten.

Benedikt XVI. beschloss seine Predigt mit folgenden Worten: „Der Herr nimmt uns in die große Gemeinschaft der Kirche aller Zeiten und Orte auf, die sich vereint um den Nachfolger Petri sammelt, der Fels der Einheit ist.“