Benedikt XVI. zeigt, wie man die Versuchung besiegen kann

Generalaudienz im Vatikan

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ROM, 8. Februar 2006 (Zenit.org).- Während der Generalaudienz rief Benedikt XVI. am Mittwoch dazu auf, in das ewige Loblied auf die liebenswerte Größe Gottes einzustimmen: \"Alles, was lebt, preise seinen heiligen Namen immer und ewig!\" (Psalm 145, 21).



Der zweite Abschnitt von Psalm 145, den der Papst vor tausenden Pilgern aus aller Welt betrachtete, ist wie ein \"ewiges Lied, das von der Erde zum Himmel emporsteigen soll, eine gemeinsame Feier der allumfassenden Liebe Gottes, Quelle des Friedens, der Freude und des Heils\". Der Psalmist preist darin einen König und Gott, der \"weder gleichgültig noch überheblich\" ist – \"wie es manchmal bei der Ausübung der menschlichen Macht geschehen kann\" –, sondern vor allem \"ein Vater, der alle stützt, die fallen, und diejenigen wieder aufrichtet, die in den Staub der Demütigung gefallen sind.\" Diese Gedanken führten den Heiligen Vater zur folgender Schlussfolgerung: \"Die Lebenden sind folglich auf den Herrn hin ausgerichtet, gleichsam wie ausgehungerte Bettler, und er bietet ihnen als fürsorglicher Vater jene Nahrung an, die sie brauchen, um zu leben.\"

In diesem Zusammenhang erinnerte Benedikt XVI. daran, dass sich \"das Erbarmen, die Zärtlichkeit, die Treue und die Güte Gottes\", die im Psalm 145 besungen werden, \"auf die gesamte Menschheit erstrecken und jedes Geschöpf mit einbeziehen\". Und ganz besonders nehme sich Gott aller Schwachen und Armen an.

\"Der Herr ist allen, die ihn anrufen, nahe, allen, die zu ihm aufrichtig rufen.\" Diese Gewissheit sollte dem Gläubigen gerade auch inmitten von \"Schwierigkeiten, Problemen und Versuchungen\" Kraft verleihen. In solchen Augenblicken \"dürfen wir nicht nur eine theoretische Reflexion anstellen – woher kommen sie? –, sondern müssen positiv reagieren, indem wir den Herrn anrufen, den lebendigen Kontakt mit dem Herrn aufrechterhalten\", riet Benedikt XVI., indem er einen diesbezüglichen Hinweis des heiligen Asketen Barsanuphios von Ghaza zitierte.

In jeder gefahrvollen Situation sollte man vielmehr \"laut den Namen des Herrn\" anrufen: \"Jesus, hilf mir!\" Und man dürfe durchaus darauf vertrauen, \"dass er uns hört, weil er dem nahe ist, der ihn sucht. Lassen wir uns nicht entmutigen, sondern laufen wir stattdessen \'mit Leidenschaft\', wie dieser Priester [Bernasuphios] sagt, und auch wir werden das Leben erlangen: Jesus, den Herrn.\"