Benedikt XVI. zum Angelus: Der Weg der Ökumene ist der Weg der Evangelisierung

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ROM, 21. Januar 2008 (ZENIT.org).- Vor dem traditionellen Mariengebet des Angelus erinnerte Papst Benedikt XVI. gestern, Sonntag, an die Gebetswoche für die Einheit der Christen, die er mit einer feierlichen Vesper in der römischen Basilika St. Paul vor den Mauern am kommenden Donnerstag, den 25. Januar, abschließen wird.



In diesem Jahr jährt sich die „Gebetsoktav“ für die Einheit der Christen zum hundertsten Mal. Wie Benedikt XVI. erwähnte, wurde sie von Paul Wattson ins Leben gerufen. Der Papst begrüßte deshalb besonders die auf dem Petersplatz versammelten Vertreter der von Wattson gegründeten geistlichen Bewegung „Atonement“ und sprach den Wunsch aus, das diese ihre besondere Hingabe für die Sache der Einheit fortsetze.

Jeder habe die Pflicht, „für die Überwindung jeglicher Trennung unter den Christen zu beten und zu wirken, um so auf das Verlangen Christi zu antworten: ‚Ut unum sint’“, bekräftigte der Papst.

Die diesjährige Gebetswoche steht unter dem Thema: „Betet ohne Unterlass!“ (1 Thess 5,17). Der Apostel Paulus habe mit dieser Aufforderung zu verstehen geben wollen, dass „aus dem neuen Leben in Christus und im Heiligen Geist die Fähigkeit erwächst, jeden Egoismus zu überwinden, in Frieden und in brüderlicher Verbundenheit miteinander zu leben, die Last und das Leiden des anderen gerne mit zu tragen“.

Der Evangelisierungsauftrag der Kirche geht nach Worten Benedikts XVI. über den Weg der Ökumene, „den Weg der Einheit des Glaubens, des Zeugnisses für das Evangelium und der wahren Brüderlichkeit“.

In diesem Sinn lud der Papst alle Römer und Pilger dazu ein, sich am kommenden Freitag ihm und allen Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften im Gebet der Vesper anzuschließen, um Gott um das wertvolle Geschenk der Versöhnung aller Getauften zu bitten.