Bénézet von Avignon (1154-1184)

Erbauer der Brücke von Avignon

Rom, (ZENIT.org) Britta Dörre | 194 klicks

Bénézet von Avignon wurde 1165 in Hermillon bei St-Jean-de-Maurienne geboren. Er war ein einfacher Schafhirte. Der Legende nach soll er sich auf göttliches Geheiß nach Avignon begeben haben, um dort eine Brücke über die Rhône zu errichten, die berühmte „Pont d'Avignon“. Wie die Legende berichtet, soll er allein einen so großen Felsblock gestemmt haben, wie ihn selbst mehrere Männer gemeinsam nicht hätten bewegen können. Die Brücke heißt nach ihrem Grundsteinleger auch Pont Saint Bénézet. Behilflich bei dem Unterfangen waren ihm seine Mitbrüder, die „Fratres pontifices“ (Brückenbaubrüder). Viele Brücken, Straßen und Kapellen sollen auf ihre Bautätigkeit zurückgehen. Die Brücke in Avignon wurde zwischen 1177 und 1185 errichtet und war damals die größte Brücke Europas. Sie diente vor allem Händlern und Pilgern, die zwischen Spanien und Italien unterwegs waren. Heute gehört sie zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Bénézét starb am 14. April 1184 in Avignon. Seine letzte Ruhestätte fand er in der Kapelle Saint Bénézet, bis seine Gebeine nach einer verheerenden Flut 1660 in das Coelestiner-Kloster und in die Kathedrale von Avignon  überführt wurden. 1212 wurde Bénézet seliggesprochen, 1223 folgte seine Heiligsprechung.