Bergmessen in den bayerischen Voralpen

Gatterl-Messe auf der Zugspitze mit Kardinal Reinhard Marx

München, (Erzbistum Muenchen und Freising) Redaktion | 228 klicks

Der Sommer ist die Zeit der Bergmessen: An zahlreichen Kirchen, Kapellen und Gipfelkreuzen in den bayerischen Voralpen treffen in den kommenden Monaten Gläubige zu Gottesdiensten zusammen. Mehr als 350 Bergmessen finden jährlich in der Erzdiözese München und Freising statt.
 
Zahlreiche Pfarreien treffen sich zu einzelnen Bergmessen an bestimmten Terminen; an vielen Orten in den Bergen finden jedoch auch regelmäßige Gottesdienste statt. Zu den bekanntesten zählen die Messen auf der Zugspitze (sonntags um 12 Uhr, nur bei schönem Wetter), auf dem Wendelstein (sonntags um 11 Uhr, bis 19. Oktober), auf dem Wallberg bei Rottach-Egern (sonntags um 11.30 Uhr, bis September), auf dem Predigtstuhl bei Bad Reichenhall (jeweils am ersten Samstag des Monats um 11 Uhr, bis Oktober), in der Leonhardikapelle in Fischhausen am Schliersee (donnerstags um 19 Uhr, bis Oktober) und in St. Bernhard in Spitzing am Spitzingsee (sonntags um 11.30 Uhr, bis Oktober).
 
Einige Bergmessen sind mit dem Gedenken an Verstorbene verbunden. So findet am Samstag, 9. August, um 13 Uhr an der Baumoos-Alm bei Oberaudorf ein Gottesdienst für verstorbene Almleute statt. Am Sonntag, 31. August, um 10.30 Uhr wird an der Steinlingkapelle auf der Kampenwand eine Bergmesse für die Gefallenen des Chiemgaus gefeiert. Am Sonntag, 14. September, um 10.30 Uhr feiert der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, an der Kapelle Maria Heimsuchung auf der Zugspitze die Gatterl-Messe im Gedenken an bayerische Polizeibeamte, die bei Rettungseinsätzen vor allem in den Bergen tödlich verunglückt sind, und an alle im Zugspitzgebiet verunglückten Bergsportler. Ihren Ursprung hat die Gatterl-Messe in der Erinnerung an vier Beamte der Bayerischen Grenzpolizei, die 1952 während eines Einsatzes bei einem Lawinenunglück in der Nähe des Zugspitzgatterls umkamen. Sie wird seit 1953 jeweils am zweiten Septembersonntag auf der Zugspitze gefeiert. 
 
Die Seelsorge für gehörlose, schwerhörige und taubblinde Menschen lädt für Sonntag, 10. August, um 12.30 Uhr zu einem ökumenischen Berggottesdienst in Gebärdensprache in der Wendelsteinkirche ein. Weihbischof Wolfgang Bischof, zuständig für die Seelsorgsregion Süd der Erzdiözese München und Freising, hält am Freitag, 15. August, dem Hochfest Mariä Himmelfahrt, um 10.30 Uhr eine Bergmesse an der Kapelle St. Georg auf der Rosengasse im Oberen Sudelfeld und am Sonntag, 17. August, um 10 Uhr an der Speck-Alm im Oberen Sudelfeld. (gob) 
 
Hinweise:
Das Angebot an Berggottesdiensten im Erzbistum München und Freising findet sich im Internet unter www.erzbistum-muenchen.de/bergmessen. Das Portal www.bergspiritualitaet.com informiert über Angebote auch über das Erzbistum hinaus.

(Quelle: Webseite des Erzbistums München und Freising, 05.08.2014)