Bernhardin von Feltre

Gründer der Montes Pietatis

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ROM, 28. September 2012 (ZENIT.org). - Bernhardin von Feltre war ein erbitterter Gegner des Geldverleihs an Arme zu Wucherzinsen. Um diesem Missbrauch vorzubeugen und abzuhelfen, gründete der Heilige an vielen Orten Leihanstalten, die den armen Menschen Kredite zu einem fairen Zinssatz gewährten. Zeitlebens war Bernhardin von Feltre ein Verfechter der Rechte der Armen und Bedürftigen, und sein besonderes Interesse galt den sozialen Problemen in der Gesellschaft.

Bernhardin, der 1439 als erstes Kind einer adeligen Familie geboren wurde, erhielt standesgemäß eine humanistische Ausbildung, an die sich ein Studium der Rechtswissenschaften in Padua anschloss. Die vorprogrammierte Karriere des jungen Bernhardino wurde aber durch eine spirituelle Krise erschüttert. Nachdem der Heilige eine Predigt von Jacobus de Marchia gehört hatte, verabschiedete er sich endgültig von der weltlichen Karriere und trat in den Orden der Franziskaner-Oberservanten ein. Martino Tomitano trug von diesem Tag an den Namen Bernhardino.

Bernhardino vervollkommnete seine Ausbildung mit einem Studium der Theologie.1463 wurde er zum Priester geweiht, und ab 1469 predigte Bernhardino vor allem in Mittel- und Norditalien. Sein Leben und Wirken zeichnete sich durch die stete Auseinandersetzung mit den sozialen Problemen in der Bevölkerung und konkrete Hillfsmaßnahmen wie zum Beispiele die Gründung der „Montes Pietatis“ aus.

Bernhardin von Feltre starb am 28. September 1494 in Padua. 1654 wurde der Kult für den Heiligen approbiert. [bd]