Bertharius von Montecassino (um 810- 883)

Abt von Montecassino und Märtyrer

Rom, (ZENIT.org) Britta Dörre | 283 klicks

Bertharius wurde um 810 geboren und entstammte wahrscheinlich einer langobardischen Adelsfamilie. Als junger Mann pilgerte er zur Abtei Montecassino. Er entschied sich, dort zu bleiben und ein Ordensbruder der Benediktiner zu werden. Nach dem Tod des Abtes Basaccio im Jahr 856 wurde Bertharius zum neuen und 19. Abt von Montecassino in der Nachfolge des heiligen Benedikt gewählt.

Bertharius ließ das Kloster befestigen, da damals Sarazenen plündernd durch das Land zogen. Bei dieser Gelegenheit gründete er das heutige Cassino.

Abt Bertharius pflegte sehr gute Beziehungen zu Kaiser Ludwig II. und anderen wichtigen Persönlichkeiten, da sein Rat sehr geschätzt und gefragt war. Neben der Beratertätigkeit widmete sich Bertharius auch der Dichtkunst und verfasste zahlreiche Werke, u.a. über die Medizin. 

Am 22. Oktober 883 fielen die Sarazenen erneut ein und töteten Bertharius, während er sich in der Klosterkirche aufhielt. Seine letzte Ruhestätte fand Bertharius zunächst im Kloster Montecassino. 1486 wurden seine sterblichen Überreste in die Klosterkirche überführt. 1514 wurde Bertharius eine Kapelle gewidmet und auch sein Leichnam dort gebettet. Der Kult des Bertharius wurde am 26. August 1727 von Papst Benedikt XIII. approbiert.