Berufungsboom in Mexiko

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KÖNIGSTEIN, 6. Dezember 2006 (ZENIT.org).- Mexiko erlebt derzeit, nach Angaben von Xavier Legorreta, dem Leiter der Lateinamerika-Sektion I von „Kirche in Not“, einen regelrechten „Boom“ an Priester- und Ordensberufungen.



„Rund 12.000 Männer bereiten sich in den mexikanischen Priesterseminaren auf das Priestertum vor, während 15.000 aktive Priester den Gläubigen dienen“, berichtete Legorreta. „Außerdem gibt es in etwa 32.000 Ordensschwestern“, fuhr der Lateinamerika-Experte fort, der in Deutschland an der Herbst-Vollversammlung der Bischofskonferenz teilgenommen hatte.

Ein Hauptgrund für die Lebendigkeit des Glaubens und die Fülle an Berufungen sei die Verfolgung, die die Kirche in Mexiko in den 30-er Jahren habe erleiden müssen, erklärte Legorreta. Diese Zeit habe den Katholiken gewissermaßen „‚geholfen‘, ihren Glauben zu verteidigen“.

Zu den vorrangigen Tätigkeiten des pastoralen Hilfswerks „Kirche in Not“ in Mexiko gehörten wesentlich die Förderung der Priesterausbildung und die Unterstützung der kontemplativen Ordensschwestern. Abschließend stellte Legorreta fest: „Heute gehört Mexiko zusammen mit Kolumbien zu jenen Ländern, die die meisten Missionare in die Welt entsenden, insbesondere nach Europa.“