Bewahrer der Schöpfung Gottes

Papst fordert Respekt vor menschlichem Leben

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VATIKAN, 29. November  2011 (ZENIT.org). – Papst Benedikt XVI. hat eine Gruppe italienischer Studenten, Mitglieder der Stiftung „Schwester Natur“ , die von der franziskanischen Gemeinde in Assisi gefördert wird, in  Audienz empfangen. Die Begegnung fand statt am Vortag des Jahrestages der Erhebung des hl. Franz von Assisi zum Schutzpatron des Umweltschutzes durch Johannes Paul II. im Jahr 1979.

Der Papst sprach über den bekannten „Sonnengesang“, den der hl. Franz von Assisi verfasst hat. Dieser Lobgesang, merkte er an, „hebt den rechten Platz hervor, den wir dem Schöpfer geben müssen, ihm, der die gesamte großartige Symphonie der Schöpfung ins Leben gerufen hat.“

Der hl. Franz, fuhr der Papst fort, fordere dazu auf, die Natur als ein Buch zu lesen, das von Gott und von seiner Schönheit und Güte erzähle.

Die Kirche habe immer wieder unterstrichen, wie wichtig es sei, Respekt für die Spuren des Schöpfers in all der Schöpfung zu zeigen, doch zugleich die Bedeutung der wissenschaftlichen Forschung und Entdeckungen anerkannt.

Es sei für junge Menschen äußerst wichtig, betonte Benedikt XVI., dass sie nie vergäßen, dass sie mit Gott zusammenarbeiteten, indem sie ihre Talente entwickeln und sich auf das Berufsleben vorbereiten.

Wie bereits oft in der Vergangenheit, wenn es um Umweltfragen ging, verband der Papst auch dieses Mal den Respekt für die Schöpfung mit der menschlichen Würde.

„Heute wird mehr denn je klar, dass Umweltschutz den Wert der menschlichen Person und seiner Unantastbarkeit in jeder Phase des Lebens und unter allen Bedingungen nicht außer Acht lassen darf.“

„Achtung des Menschen und Respekt für die Natur sind ein Ganzes, doch beide können nur wachsen und ihre richtige Geltung erhalten, wenn wir durch Achtung des Menschen und der Natur dem Schöpfer und seiner Schöpfung Respekt zollen“,  so Papst Benedikt.

Daraufhin wandte sich der Papst an die Lehrer und anwesenden Autoritäten und betonte, welch wichtige Rolle die Bildung spiele, denn dadurch lernten junge Menschen, die Umwelt zu achten und einen verantwortungsvollen Lebensstil zu führen.

„Darüber hinaus ist es in der Tat mehr als offensichtlich, dass die Menschheit keiner guten Zukunft auf der Erde engegen sehen kann, wenn wir nicht alle zu einem verantwortungsvolleren Lebensstil in Einklang mit der Natur erziehen“, betonte der Papst.

Benedikt XVI. unterstrich das Wort „Schöpfung“, als er sagte, dass „der großartige und wundervolle Baum des Lebens nicht Frucht einer blinden und irrationalen Evolution ist, sondern den kreativen Willen des Schöpfers, seiner Schönheit und Güte widerspiegelt.“

[Übersetzung aus dem Italienischen von Sabrina Toto]