Bewegende Erlebnisse in Mexiko und Kuba

Südamerikareise im Zentrum der Generalaudienz

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VATIKANSTADT, 4. April 2012 (ZENIT.org). – Ganz im Zeichen der kürzlichen Südamerikareise stand die Ansprache des Papstes während der heutigen Generalaudienz auf dem Petersplatz. Wie üblich ließ der Heilige Vater die einzelnen Stationen nochmals Revue passieren, bevor er die versammelten Pilger auf das morgen beginnende „Sacrum Triduum“ einstimmte.

In Mexiko habe ihn besonders die überströmende Glaubensfreude bewegt, die ihm als Nachfolger Petri entgegengeschlagen sei.

„Die Menschen brachten spontan zum Ausdruck, was ich in der Predigt in León dann ausgeführt habe, dass nämlich die Jünger des Herrn die Freude des Christseins verströmen sollen, die Freude des Getragenseins von dem Glück, Christus zu kennen und zu seiner Kirche zu gehören.“

Diese Freude gebe dann auch in Situationen der Bedrängnis die Kraft, Christus weiter zu dienen. Das Christkönigmonument auf dem geographischen Mittelpunkt Mexikos fordere dazu auf, Christus auch in den Mittelpunkt unseres eigenen Lebens zu stellen.

„Sein Königreich ist nicht auf irdische Macht aufgebaut, es gründet in der größeren Kraft der Liebe Gottes, die Christus der Welt durch sein Opfer gebracht hat, und der Wahrheit, von der er Zeugnis gegeben hat“, so der Papst.

Nach Kuba sei er als Pilger der Liebe gekommen. Er habe daran erinnert, dass nur in der Wahrheit über den Menschen, die Jesus Christus sei, eine Erneuerung des Denkens möglich werde.

„Nur aus ihr können Freiheit und Gerechtigkeit wie auch Versöhnung und Brüderlichkeit erwachsen.“

Neben Santiago und Havanna habe er auch das Heiligtum Unserer Lieben Frau von El Cobre besuchen können, deren Gnadenbild vor 400 Jahren aufgefunden wurde.

„Der Fürsprache der Barmherzigen Jungfrau habe ich die Anliegen und Sorgen der Kubaner anvertraut, besonders die Leidenden wie auch die Kinder und die jungen Menschen.“[jb]

[Wir veröffentlichen die offizielle deutsche Zusammenfassung im Wortlaut:]

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Liebe Brüder und Schwestern!

Noch ganz erfüllt von den Eindrücken meiner Reise nach Mexiko und Kuba möchte ich heute ein wenig von den reichen und bewegenden Erlebnissen berichten. Der Empfang, den die Mexikaner dem Nachfolger Petri bereitet haben, war überwältigend. Die Menschen brachten spontan zum Ausdruck, was ich in der Predigt in León dann ausgeführt habe, dass nämlich die Jünger des Herrn die Freude des Christseins verströmen sollen, die Freude des Getragenseins von dem Glück, Christus zu kennen und zu seiner Kirche zu gehören. Aus dieser Freude kommt dann auch die Kraft, Christus in den manchmal bedrängenden Situationen menschlichen Lebenszu dienen. Bei León befindet sich auf dem Gipfel des Cubilete, dem geographischen Mittelpunkt Mexikos, das Christkönigsmonument. Es will uns Christen daran erinnern, den Herrn auch in die Mitte unseres persönlichen Lebens zu stellen. Sein Königreich ist nicht auf irdische Macht aufgebaut, es gründet in der größeren Kraft der Liebe Gottes, die Christus der Welt durch sein Opfer gebracht hat, und der Wahrheit, von der er Zeugnis gegeben hat. In Kuba konnte ich neben Santiago und Havanna auch das Heiligtum Unserer Lieben Frau von El Cobre besuchen, deren Gnadenbild vor 400 Jahren aufgefunden wurde. Der Fürsprache der Barmherzigen Jungfrau habe ich die Anliegen und Sorgen der Kubaner anvertraut, besonders die Leidenden wie auch die Kinder und die jungen Menschen. Als Pilger der Liebe habe ich an die Aufgabe einer stetigen Erneuerung unseres Denkens erinnert, die wir nur erreichen, wenn wir uns der umfassenden Wahrheit über den Menschen öffnen, die Christus selber ist. Nur aus ihr können Freiheit und Gerechtigkeit wie auch Versöhnung und Brüderlichkeit erwachsen.

[Die deutschsprachigen Pilger grüßte der Papst mit folgenden Worten:]

Von Herzen grüße ich alle Pilger und Besucher deutscher Sprache. Die Kirche lädt uns ein, die kommenden Kartage und das Osterfest von innen her mitzufeiern und damit das Geheimnis der Erlösung durch Christus zu betrachten, uns von seiner Liebe berühren und umformen zu lassen und uns als neue Menschen unseren Mitmenschen zum Heil zuzuwenden. Gott schenke euch dazu seinen Segen und euch allen gesegnete Ostertage.

[© Copyright 2012 - Libreria Editrice Vaticana]