Bischof Algermissen in Rom: Papst ist Ferment und Garant der Einheit

Tragt dies in eure Gemeinden

| 1070 klicks

Von Jan Bentz

ROM, 27. Oktober 2012 (ZENIT.org). -  „Es ist auch ein Stückchen mein Dom“. So Papst Benedikt XVI. im Rahmen der Generalaudienz am 24. Oktober zu dem Fuldaer Bischof Heinz Josef Algermissen bei der Übergabe des Buches „Der Dom zu Fulda“, herausgegeben zu 300. Domjubiläum in diesem Jahr. Er habe im Rahmen der Bischofsvollversammlungen in Fulda selber oft am Grab des heiligen Bonifatius gebetet, erinnerte sich der Heilige Vater.

Zweimal –ein außergewöhnliches Privileg bei Generalaudienzen- durften auch der Bläserchor und eine Chorauswahl der Fuldaer Chöre dem Heiligen Vater ein „Ständchen“ geben, völlig zu recht, wenn man die Qualität dessen erwägt, was zu hören war.  

Auch am Vorabend der Generalaudienz füllten ungewöhnlich ergreifende Klänge die Gewölbe der ehrwürdigen Basilika St. Paul vor den Mauern, als sich der Fuldaer Oberhirte mit den Teilnehmern der Diözesanwallfahrt der Fuldaer Chöre zu einer feierlichen Pontifikalvesper zusammengefunden hatte. Begleitet vom Bläserensemble erklangen Hymnen, Antiphonen und Vesperpsalmen bis zum innigen Schlussgesang „Bleib bei uns, Herr, der Abend kehret wieder“ und bewegten manch anderen Besucher des Gotteshauses zum Verweilen und ergriffenen Lauschen.

Über den deutschen Tellerrand zu schauen, sich als Teil einer Weltkirche zu empfinden und dies hier in Rom Gespürte in die eigenen Gemeinden zu Hause zu tragen, dazu rief Bischof Algermissen dann in seiner Predigt auf. Auch der hl. Bonifatius, der Apostel Deutschlands (dessen Gebeine im Fuldaer Dom verehrt werden), habe besonders die Verbindung mit der römischen Mutterkirche wiederhergestellt und sei deshalb später auch von protestantischer Seite als „Römling“ gebrandmarkt worden. Eine Einheit der Gläubigen sei aber nur möglich in Einheit mit dem Nachfolger Petri in Rom und deshalb gelte es, diese oft in Frage gestellte Einheit neu zu verstärken und dadurch die Gemeinden der eigenen Pfarreien zu bereichern.

„Nehmt dies mit von dieser Pilgerfahrt und tragt es in eure Gemeinden!“, so der Bischof von Fulda, der anlässlich dieses Rombesuchs auch mit dem Präfekten der Glaubenskongregation, Erzbischof Dr. Gerhard Ludwig Müller, und mit den deutschen Mitgliedern der derzeitigen Bischofssynode Gespräche führte.

Im Rahmen der Diözesanwallfahrt der Chöre des Bistums Fulda vom 19. bis 25. Oktober wurden neben der Pontifikalvesper mit Bischof Heinz Josef Algermissen auch zwei große Pontifikalämter mit Weihbischof Prof. Dr. Karlheinz Diez in den Päpstlichen Basiliken St. Johannes im Lateran und S. Maria Maggiore gefeiert, bei denen neben Werken von Wolfgang Amadeus Mozart und anderen auch die eigens für diesen Anlass komponierte Fuldaer Messe in F von Gunther Martin Göttsche zur Aufführung kam.