Bischof Aloys Jousten von Lüttich: Christen sollen Widerstand gegen die Euthanasie leisten

Pontifikalamt zum Karlsfest im Aachener Dom

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AACHEN, 31. Januar 2006 (Zenit.org).- Im Pontifikalamt zum Karlsfest im Aachener Dom rief Bischof Aloys Jousten von Lüttich (Belgien) am Sonntag zum \"Widerstand\" gegen die Euthanasie auf.



In seiner Predigt betonte er, dass bezüglich der aktiven Sterbehilfe in mehreren traditionell katholisch geprägten Ländern einiges in Bewegung geraten sei. Es scheine, dass manche Christen die Tragweite der heutigen Entwicklung im Blick auf die Mentalitäten, die Denk- und Lebensweise der Bürger noch nicht recht erfassten. \"Umso mehr tut sich da eine Herausforderung für alle auf, die sich dessen wohl bewusst sind.\"

Die neuen Gesetze zum Lebensanfang und Lebensende, so Bischof Jousten, würden auf eine besondere Weise die Frage aufwerfen, wie die Christen in der Welt leben und handeln sollten. \"Ich möchte meine Antwort in dem Begriff \'Widerstand\' zusammenfassen.\" Nach der Verabschiedung solcher Gesetze sei es von großer Bedeutung, dass auch die innere Widerstandskraft der Christen gestärkt werde, damit sie sich nicht von der Strömung des Zeitgeistes und vom Sog der gesetzlichen Liberalisierung in den genannten Lebensbereichen mitreißen ließen.

Bischof Dr. Jousten erinnerte gemäß einem Bericht der Pressestelle des Bistums Aachen auch an Karl den Großen und seine Pfalzkapelle, den Aachener Dom, wo eine der vielen Geburtsstunden Deutschlands geschlagen habe und der auch für die Geschichte Westeuropas bedeutsam sei. Dass der Frankenkaiser als Heiliger verehrt werde, deute darauf hin, dass man in ihm einen begnadeten Politiker und Kaiser sehe, der sich in seinen Entscheidungen an dem einen Grund ausgerichtet habe, den er selbst nicht gelegt habe, Jesus Christus. Jesus sei und bleibe der Maßstab.