Bischof Anthony Fisher: Die Welt für die Liebe Jesu Christi entflammen

Meditativer Text zur Vorbereitung auf den internationalen Weltjugendtag 2008 in Australien

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SYDNEY, 13. Juli 2007 (ZENIT.org).- Der Weltjugendtag 2008 wird – davon ist der Weihbischof von Sydney, Antony Fisher OP, überzeugt – ein Ereignis sein, „das uns alle für immer verändern wird“.



Von 15. bis 20. Juli 2008 treffen sich Jugendliche aus allen Teilen der Welt in der größten australischen Stadt, um mit Papst Benedikt XVI. ein Fest des Glaubens zu feiern. Die Tage der Begegnung in den australischen Diözesen, die zur geistlichen Vorbereitung und zur Einstimung dienen, beginnen am 9. Juli 2008.

Weihbischof Fisher wünscht den Jugendlichen, dass sie genauso wie ehemals die Apostel durch die Geisttaufe einem lodernden Feuer gleich in die Lage versetzt werden, „die ganze Welt für die Liebe Jesu Christi zu entflammen“.

Der Bischof leitet das Weltjugendtagsbüro, das im Rahmen der Vorbereitungsarbeiten einen besonderen Service anbietet: „E-PILGRIMAGE“ versteht sich als Pilgerweg des Glaubens, dessen monatliche Impulse per Mausklick abgerufen werden können.

ZENIT veröffentlicht eine eigene Übersetzung der meditativen Einführung zur E-Pilgrimage im Monat Juli.

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Botschaft der Hoffnung - Juli 2007
„Ihr werdet mit dem Heiligem Geist getauft“ (vgl. Apg 1,5).


Meine lieben Jungen Freunde,

Nur ein Jahr trennt uns noch von unserer Reise zum Weltjugendtag 2008, ein Ereignis, das uns alle für immer verändern wird.

Mit dem Beginn der Anmeldung für Einzelpersonen am 20. Juli fahren wir mit unseren Vorbereitungen fort, die unaufhaltsam wie ein Zug unserer Begegnung entgegenrast, die noch zwölf Monate entfernt liegt. Deshalb besteht da auch die Gefahr, dass unser Großereignis in unseren Köpfen nur auf eine logistische Aufgabe reduziert wird.

Lebenswichtige Fragen wie: „Wie schaffen wir es, rechtzeitig das nötige Geld aufzubringen?“; „Werden wir unsere Reise organisieren können?“, oder: „Wie können wir junge Leute für unsere Gruppen gewinnen?“, nehmen unser Denken und unsere ganze Energie in Beschlag.

Aber lasst uns nur einen Moment innehalten und diese Gelegenheit benutzen, um darüber nachzudenken, wie das Thema, das uns vom Heiligen Vater anvertraut wurde, mit all diesen und anderen Fragen in Verbindung gebracht werden kann: „Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch herabkommen wird; und ihr werdet meine Zeugen sein“ (Apg 1,8).

Als die ersten Christen „im Heiligen Geist getauft“ wurden, da wurden sie sozusagen in das Leben der Gnade hineingestoßen, in die Kraft schlechthin, die ja die Person des Geistes Gottes ist; unaufhaltsam wurden sie mit einer Mission ausgeschickt, um einem lodernden Feuer gleich die ganze Welt für die Liebe Jesu Christi zu entflammen.

In Australien gehören Buschbrände zur normalen Lebenserfahrung, und sie können großen Schaden anrichten. Es gibt hier auch bestimmte Samen, die nur nach diesen Buschbränden aufgehen, weil ihre harte Schale sonst nicht aufgebrochen wird. Der Heilige Geist arbeitet als reinigendes Feuer, das zerstören darf, damit Leben entstehen kann.

Die Symbole für den Heiligen Geist wurden beim Pfingstfest als Feuer und Wind erfahren, was eine sichere Anleitung für ein gutes Buschfeuer liefert!

Wenn Jesus verspricht, uns im Heiligen Geist zu „taufen“, dann könnt ihr sicher sein, dass er den Wunsch hat, jeden von uns zu sich zu ziehen und uns zu einem Wirbelwindfeuer-Abenteuer auszusenden, „um seine Zeugen bis zu den Enden der Erde“ zu sein.

Haltet inne und macht euch für die Fahrt bereit. Angst braucht ihr nicht zu haben, weil Gott unser Vater ist und uns immer begleitet, was auch passieren mag. Jesus, ich vertraue dir! Wir sehen uns in einem Jahr!

[ZENIT-Übersetzung des englischen Originals]