Bischof aus der Mongolei in der Schweiz

"Kirche in Not" unterstützt die Arbeit von Msgr. Wenceslao Padilla im zentralasiatischen Land

Luzern, (KiN Schweiz/Fürstentum Liechtenstein) | 341 klicks

Die Mongolei sagte sich Ende der 1980er-Jahre vom Einfluss der Sowjetunion los, doch blieb die noch junge Demokratie zunächst ungefestigt. Es war eine chaotische Zeit. Die Mongolei wandte sich 1991 an den Vatikan, um diplomatische Beziehungen aufzunehmen und fragte nach Missionaren. Die katholische Kirche war damals nicht im Land vertreten. Ab 1992 gab es in der Mongolei eine katholische Kirche. Dies geschah mit der Ankunft von drei Missionaren der Kongregation vom Unbefleckten Herzen Mariens (CICM). Einer von ihnen war Wenceslao Padilla. Für die drei war es ein Abenteuer, in einem Land eine Mission zu beginnen, das bis anhin ohne katholische Kirche war.

Es begann 1992

Die Missionare lebten sich in ihrer neuen Umgebung rasch ein, obwohl Nahrungsmittel und Verbrauchsgüter knapp waren und die Winter unendlich lang schienen. Bald schon kam es zu Begegnungen mit Mongolen, denen das Evangelium verkündet werden konnte. Die ersten Jahre waren eine Zeit des Überlebens, der Anpassung und des Gewöhnens. Die drei Missionare waren überzeugt, dass Gott ihnen auf ihrem Weg beistand und bereits vor ihrer Ankunft in den mongolischen Geschwistern anwesend war.

Die Menschen in der Mongolei sind traditionell dem Buddhismus, dem Schamanismus und dem Islam verbunden. Daneben gab es aber ab 1992 andere christliche Kirchen und Sekten, die in der Mongolei mit der Mission begannen.

Die katholische Mongolei heute

Heute sind 20 Priester und 60 Ordensschwestern in der Mongolei tätig. Die Zahl der Katholiken ist in der Zwischenzeit auf über 900 gewachsen. Weitere Mongolen lassen sich im katholischen Glauben unterweisen. Die Zahl der Katholiken dürfte in Zukunft zunehmen.

Dank der vielen Missionare und Ordensschwestern kann sich die Kirche heute besser pastoral, sozial und erzieherisch einbringen. Die Situation der Armen wird verbessert. Obwohl das Land reich an Bodenschätzen ist und der Boom zu Preissteigerungen und höheren Löhnen führt, leben viele Menschen in Armut. Von der florierenden Wirtschaft profitieren nur Wenige.

Die katholische Kirche besteht mittlerweile aus sechs Pfarreien und betreibt zwei Zentren für Strassenkinder, ein Altersheim, zwei Grundschulen, eine Zentrum für behinderte Kinder, eine Berufsfachschule, drei Suppenküchen und ein Zentrum für Exerzitien. Die beiden ersten mongolischen Priesteramtskandidaten lassen sich am Priesterseminar in Südkorea ausbilden.

Herausforderungen in der Zukunft

In den vergangenen 20 Jahren entwickelte sich die Kirche in der Mongolei rasant. Viele Menschen konnten für Gott begeistert und mit verschiedenen Aktionen die Armut bekämpft werden. Die Kirche schaut daher mit viel Zuversicht in die Zukunft. Die Kirche kennt aber auch Rückschläge. So haben sich rund ein Viertel der Getauften von ihr abgewendet.

Der Wirtschaftsboom führt zu einem Anstieg der Preise. So steigen zwar die Löhne, aber auch die Preise der Güter. Für die katholische Kirche bedeutet dies, dass sie grössere Auslagen hat. Die Kirche erhält in der Mongolei selbst keine Zuwendungen und ist zu 100% auf Unterstützung aus dem Ausland angewiesen. Die Hilfe aus dem Ausland blieb in den vergangenen Jahren konstant, sodass die Hilfe heute für weniger reicht als früher. Das oberste Ziel der Kirche ist, weiterhin pastorale und erzieherische Aufgaben wahrzunehmen.

Damit die Kirche in der Mongolei weiterhin viel Frucht bringen kann, ist sie auf Unterstützung durch KIRCHE IN NOT angewiesen. Helfen Sie uns, damit wir der Kirche weiterhin Fahrzeuge bereitstellen, Kapellen erstellen und renovieren und Mess-Stipendien sprechen können.

Bischof Padilla freut sich, wenn Sie ihn in der Schweiz treffen. Mit Ihrem Erscheinen bringen Sie ihm Ihre Solidarität mit den Christen in der Mongolei zum Ausdruck. 

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Spenden mit dem Vermerk «Mongolei» können gerichtet werden an:

KIRCHE IN NOT
Schweiz/Fürstentum Liechtenstein 

Cysatstrasse 6, 6004 Luzern, Telefon 041 410 46 70; Fax 041 410 31 70

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