Bischof Bode und Hans Joachim Meyer: Katholikentag will Zukunft gestalten

Programmplanung entfaltet konsequent biblisches Leitwort: „Du führst uns hinaus ins Weite“

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OSNABRÜCK, 9. Januar 2008 (ZENIT.org).- „Zukunft gestalten“ ist ein wichtiger Zielpunkt für den 97. Deutschen Katholikentag, der vom 21. bis 25. Mai 2008 in Osnabrück stattfindet. Das Glaubensfest steht unter dem Leitwort: „Du führst uns hinaus ins Weite“ (nach Psalm 18).



Der Präsident des Zentralkomitees der Deutschen Katholiken Hans Joachim Meyer und der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode erklärten bei der gestrigen Vorstellung der Programmplanungen, dass die Gestaltung der Zukunft ein gemeinsames Leitmotiv sowohl für Diskussionen um Kirche und Glaube als auch für den Dialog mit der Gesellschaft, der Politik, mit anderen Religionen und Kulturen sein könne.

Der Katholikentag in Osnabrück wolle „die Weite des Horizonts, welche die Menschen frei atmen lässt und zum Voranschreiten ermutigt“, in den Mittelpunkt stellen, so Hans Joachim Meyer. Die konsequente Entfaltung des Mottos solle die Weite des Friedens, die Zuversicht gibt und Vertrauen in die Möglichkeiten menschlichen Lebens spüren lassen.

Ein Katholikentag sei nicht nur ein großes Angebot von Veranstaltungen und Ereignissen, sondern in Wahrheit das Ergebnis einer konsequenten Themen- und Veranstaltungskonzentration, erklärte der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken.

Das Geistliche Zentrum des Katholikentages, so erklärten die Organisatoren gegenüber ZENIT, vereint diesmal Themen und Angebote, die bei früheren Katholikentagen zumeist entweder im Geistlichen Zentrum oder im Bibelzentrum angesiedelt waren.

Daher ist das Geistliche Zentrum als „aufgeschlagener Psalm 18“ konzipiert. Vier Themenbereiche erschließen den Psalm und eröffnen den Zugang in die innere Struktur des Geistlichen Zentrums: „Geschichten von Bedrängnis und Rettung erzählen“, „Auf Gott stoßen“, „An der Seite Gottes gehen“, „In Gottes Namen handeln“.

Es versteht sich als ein Ort, der die Vielfalt geistlichen Lebens vor allem aus der Verwurzelung unseres Glaubens in der Bibel darstellt und erlebbar macht. Bei der Durchführung sind neben namhaften Referenten auch verschiedene Geistliche Gemeinschaften, Bewegungen und Ordensgemeinschaften beteiligt.

Der Bischof des gastgebenden Bistums Osnabrück, Franz- Josef Bode, sieht bereits durch die Vorbereitungen auf das Großereignis „eine deutliche Zugkraft für viele Bereiche unserer Pastoral, wie wir das auch schon bei der Vorbereitung auf den Weltjugendtag 2005 erfahren konnten“.

Die Vorbereitung sei für die Nachhaltigkeit eines solchen Ereignisses entscheidend. „Der Weg gehört zum Ziel, damit der Katholikentag länger wirkt als er dauert.“

Von Angela Reddemann