Bischof Dias von Port Blair (Indien) über die Folgen der Flutkatastrophe

Indische Inselgruppen der Andamanen und Nikobaren besonders betroffen

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KÖNIGSTEIN, 6. Januar 2005 (ZENIT.org).- "Es ist unmöglich, die Situation zu beschreiben", so Bischof Aleixo das Neves Dias von Port Blair über die schreckliche Lage in seiner Diözese, die sich über die indischen Inselgruppen der Andamanen und der Nikobaren im Indischen Ozean erstreckt. "Wir benötigen alles: ihr Gebet, ihre Gedanken, ihren Trost und ihre materielle Hilfe."



In einer von der indischen Bischofskonferenz versandten Stellungnahme, die am heutigen Dreikönigsfest bei der katholischen Hilfsorganisation "Kirche in Not" eingetroffen ist, zeigt sich Bischof Dias zutiefst betroffen vom Ausmaß und den ungeheuren Folgen der Naturkatastrophe vom 26. Dezember 2004. Vor allem in seiner Diözese herrscht großes Leid. Die vielen "materiellen Verluste" beklagt der Bischof auch. Vor allem aber bringe einen die "menschliche Tragödie" zum Weinen. Seit den Überschwemmungen gebe es auf den Inselgruppen zahlreiche Waisenkinder. Noch schmerzlicher sei aber die Tatsache, dass viele Menschen ihre Ehepartner in den Fluten für immer verloren hätten.

Die "Großzügigkeit der Menschen ist die Sonnenseite der Tragödie", so der Bischof über das in Port Blair provisorisch eingerichtete Flüchtlingscamp, bei dem insbesondere die ansässige Bevölkerung enorm mithelfe. Alle Kirchen, Schulen und Klöster in der Gegend seien ausgelöscht, erklärt Generalvikar P. Ameida. Doch das sei viel weniger schlimm als die vielen Toten, die man beklagen müsse.

"Kirche in Not" hat bisher 240.000 Euro für sofortige Hilfsmaßnahmen im südasiatischen Katastrophengebiet zur Verfügung gestellt. 50.000 davon sind für die Diözese Port Blair bestimmt. Wie bei dieser kirchlichen Hilfsorganisation üblich, wird erst nach erfolgter persönlicher Besprechung mit dem jeweiligen ortsansässigen Bischof geholfen. Weitere Spenden werden dringend benötigt.