Bischof Fisher: Der katholische Glaube – Götzendienst oder Anbetung?

Septemberausgabe des „elektronischen Pilgerwegs“ zum Weltjugendtag 2008

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SYDNEY, 21. September 2007 (ZENIT.org).- Glauben Katholiken an den einen wahren Gott oder nicht? Dieser Frage stellt sich Weihbischof Anthony Fisher von Sydney, Koordinator des Weltjugendtags 2008, in einem Rundschreiben, das jugendliche Pilger auf das Ereignis in Australien vorbereiten soll.



In der Septemberausgabe des „elektronischen Pilgerwegs“ (e-Pilgrimage) schreibt der Bischof, dass ihm jüngstens ein Artikel untergekommen sei, in dem der Weltjugendtag bezichtigt wird, „Götzendienst“ zu fördern. „Der Kritiker erklärte, dass die Taten von Menschen, die vor dem Weltjugendtagskreuz knien, sich verneigen, es berühren oder küssen, vor ihm beten oder weinen, dem ersten Gebot widersprechen würden.“

Die Verehrung von Ikonen und dergleichen müsse Außenstehenden merkwürdig erscheinen, erörtert der 47 Jahre alte Bischof. Glaubten also Katholiken an den einen Gott? „Allerdings! Es gibt nur einen Gott, die Allerheiligste Dreifaltigkeit: Vater, Sohn und Heiliger Geist“, bekräftigt Bischof Fisher. „Keine andere Person, keine andere Idee, nichts anderes ist unserer Verehrung würdig.“

Das erste Gebot sage es recht deutlich: „Wir sollen keine anderen Götter vor den einen Gott stellen. Keine Götzenbilder, abergläubische Vorstellungen oder Magie. Kein Geld, Karriere oder unser Ego. Nicht den schönen Körper, die Bequemlichkeit oder die Sucht. Ja nicht einmal unsere guten Beziehungen und Vorhaben. Gott muss für uns an erster Stelle stehen. Wenn wir das erst einmal begriffen haben, wird sich alles andere fügen.“

Jesus Christus erinnere uns daran, „dass alle Menschen nach Gottes Abbild geschaffen sind. Wir sind darauf ausgerichtet, unsere Erfüllung und unser endgültiges Zuhause durch ihn [Jesus] in Gott zu finden. Das bedeutet, dass wir weder wahrhaft glücklich noch wahrhaft wir selbst sein werden, wenn wir nicht Jesu Ruf befolgen, den Herrn, unseren Gott, mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all unseren Kräften zu lieben.“