Bischof Gmür bei Scalabrini-Missionarinnen in Solothurn

Scalabrini-Fest di Primavera 2012

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ROM, 10. Mai 2012 (ZENIT.org). - „Damit die Farben Gottes ein Zuhause finden – unterwegs auf Pfingsten zu“: Unter diesem Thema stand das Scalabrini-Fest di Primavera 2012. Das Treffen fand vom 4.–6. Mai im Internationalen Bildungszentrum „G.B.Scalabrini“ der Scalabrini-Missionarinnen in Solothurn (CH) statt. Ca. 400 Personen 34 verschiedener Nationalitäten haben daran teilgenommen: Jugendliche, junge Erwachsene, Familien mit Kindern, Einwohner, Migranten und Flüchtlinge aller Kontinente. Alle hatten den gemeinsamen Wunsch, Kirche zu erfahren, d.h. eine Gemeinschaft, in der die Vielfalt an „Farben“, Sprachen, Kulturen, Altersstufen und Lebenshintergründen sowie die Einzigartigkeit eines jeden Raum finden und sich ausdrücken können als ein Für- und Miteinander.

Im Dialog mit Bischof Dr. Felix Gmür, der seit einem guten Jahr die größte Diözese der Schweiz leitet, wurde das Thema vertieft. Zum Einstieg warf der Bischof einen Blick auf die Farben in der physischen Welt: Es gibt eine viel größere Anzahl an Farben, als wir mit unseren Augen wahrnehmen können; es gibt also in der Natur ein enormes Potential und eine unbegreifliche Schönheit, weit über das hinaus, was wir sehen. Die Farben sind nur als Variation von Licht erkennbar. Die Aussage Jesu: „Ich bin das Licht der Welt“ zeigt uns in der Welt des Glaubens die wahre Quelle der vielfältigen Unterschiede, die das Gesicht der Kirche und der Welt bereichern. An Pfingsten ist es der Geist des gekreuzigten und auferstandenen Christus, der Geist der Liebe, der es möglich macht, dass sich alle, trotz unterschiedlicher Sprachen verstehen. Pfingsten wird so zum Fest der unendlich vielen Unterschiede und gleichsam der Einheit: eine Freude, aber auch eine Herausforderung. Als Christen sind wir berufen, zu bezeugen, dass Gemeinschaft in Verschiedenheit möglich ist, und dies in einer Welt, die sich oft in die entgegengesetzte Richtung zu bewegen scheint, wie zum Beispiel Zwangsmigration oder Verfolgung von Christen und anderer Minderheiten unter Beweis stellen.

Die verschiedenen Aspekte dieser Problematik wurden in Gesprächsgruppen und Workshops vertieft, wobei auch das persönliche Engagement als Zeuge erörtert wurde. Dem gemeinsamen Gottesdienst stand der Weihbischof von Basel, Martin Gächter, vor, der mit P. G. Bortolamai, Scalabrini-Missionar und dem irakischen Pfarrer P. Ihab sowie einigen Priestern aus der Schweiz konzelebrierte.