Bischof Hilarion, neuer Leiter des Außenamtes des Moskauer Patriarchats

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MOSKAU/WIEN, 2. April 2009 (ZENIT.org).- Der bisherige russisch-orthodoxe Bischof von Wien und Österreich und Vertreter der russisch-orthodoxen Kirche bei den Einrichtungen der Europäischen Union, Hilarion Alfejew, ist vor zwei Tagen, am 1. April, vom Heiligen Synod zum neuen Leiter des Außenamtes des Moskauer Patriarchats ernannt worden. Zu stellvertretenden Leitern des Amtes wurden nach Angaben der Erzdiözese Wien Erzpriester Nikolai Balaschow (bisher Patriarchatssekretär für die Beziehungen zu den anderen orthodoxen Kirchen) und Priester Georgij Rjabych (bisher zuständig für die Beziehungen der russisch-orthodoxen Kirche zur Öffentlichkeit).



Der interimistische Leiter des Außenamtes, Bischof Mark (Golowkow) von Jegorjewsk, wird in Zukunft für die Diözesen, Pfarren und Institutionen des Moskauer Patriarchats im Ausland zuständig sein. Zugleich übernimmt er auch das Amt des russisch-orthodoxen Bischofs von Wien und ganz Österreich. Die Nachfolge von Bischof Hilarion in seiner Eigenschaft als Leiter der Vertretung des Moskauer Patriarchats bei den EU-Institutionen in Brüssel übernimmt der Priester Antonij Iljin.

Bischof Hilarion, der unter anderem die Matthäus-Passion vertonte, hat sich in der Vergangenheit immer wieder für eine Allianz der Christen zur Verteidigung grundlegender Werte ausgesprochen. Im ZENIT-Gespräch erörterte er vor rund zwei Jahren ausführlich die Frage nach der christlichen Einheit (vgl. Interview). Eine Meditation des neuen Leiters des Außenamtes des Moskauer Patriarchats zum Osterfest 2007 finden Sie ebenfalls bei ZENIT. Darin schreibt Bischof Hilarion etwa: „Der Heilige Geist ist uns Christen auch in den Sakramenten der Kirche gegeben, insbesondere in der Kommunion der Heiligen Geheimnisse. Deshalb hat jeder von uns die gleiche Verantwortung und die gleiche Sendung, die den Aposteln zuteil wurde: Christus der Welt zu verkünden“ (vgl. Gedanken zur Auferstehung Jesu).