Bischof Klaus Küng: "Beten ist das Atmen der Seele"

Aufruf zum Neuaufbruch

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SANKT PÖLTEN, 2. März 2006 (Zenit.org).- Zu einem neuen Aufbruch ruft Diözesanbischof Klaus Küng von St. Pölten in seinem Hirtenbrief zur Fastenzeit auf.



An erster Stelle gehe es in der Fastenzeit darum, einen persönlichen Aufbruch zu wagen, schreibt der österreichische Familienbischof, der diesbezüglich hilfreiche Fragen anführt: "Wie beginne ich mein Tagewerk? Suchen meine Gedanken Gott? Suchen sie ihn im Laufe des Tages, oder denke ich nur selten an ihn? Verkehre ich mit ihm im Verlangen nach der Erkenntnis seines Willens bei der Erfüllung meiner Aufgaben, bitte ich bei Entscheidungen, die wichtig sind, um den Beistand des Heiligen Geistes? Nehme ich bei Gott Zuflucht, wenn Gefahr droht oder die Lösung schwieriger Probleme ansteht? Beschließe ich den Tag mit Gott?"

Bischof Küng erinnert in seinem Schreiben daran, dass "die Pflege des regelmäßigen Gebetes grundlegend" ist. Deshalb stellt er fest: "Beten ist das Atmen der Seele – und wer will schon ersticken?"

Neben dem persönlichen Aufbruch fordert der Bischof von Sankt Pölten eine christliche Neubesinnung in den Familien. Da viele Kinder das Kreuzzeichen oder die einfachen Gebete oft nicht mehr kennten, sei die Fastenzeit ein willkommener Anlass, "Neues zu beginnen". Konkret rät er zum gemeinsamen Gebet im Familienkreis oder etwa zur Teilnahme am Kreuzweg.

Schließlich sollte es auch in den Pfarren zum Neuaufbruch kommen. "Ein erster Schritt könnte darin bestehen, intensiv um den Heiligen Geist zu bitten und zu überlegen, was am dringendsten nötig ist, was vorrangig ist, was hintangestellt werden sollte."

Die Kinder bittet Bischof Küng, am Sonntag an Jesus zu denken und "so zu leben versuchen, wie er es gezeigt hat".