Bischof Sgreccia: Mit dem Tod müssen wir uns schon zu Lebzeiten aussöhnen

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ROM , 27. Februar 2008 (ZENIT.org).- Ein unheilbar kranker Mensch hat Recht nicht nur auf eine „klinische Wahrheit", sondern auf „eine echte globale Wahrheit“, die den Wert, den das Ende des Lebens hat, und die Hoffnung, die ihn trägt, enthält. Diese starken Sätze formulierte der Präsident der Päpstlichen Akademie für das Leben(PAV) in seiner Ansprache während des Internationalen Kongresses, den die PAV am 25. und 26. Februar zum Thema: „Unterwegs mit dem unheilbar Kranken und Sterbenden: ethische Leitlinien und Wege" im Vatikan organisiert hatte.

Gegenüber ZENIT erklärte Bischof Sgreccia, dass es ihm im Kern seiner umfangreichen Ansprache darum gegangen sei, herauszustellen, „wie man den Gedanken an den Tod als gesunder Mensch leben kann".  Insbesondere dann, wenn man jung sei, als Kind oder als Jugendlicher.

„Diese Zeit halte ich für wesentlich, um sich für den Tod zu rüsten, wenn er kommt“, fuhr der Präsident der Päpstlichen Akademie für das Leben fort. „Denn mit dem Tod müssen wir uns schon zu Lebzeiten aussöhnen.“

Wenn man angemessen den Tod zu bedenken lerne, „sieht man auch das Leben in seinem wahren Licht, und vermag ihm die rechte Bedeutung zu geben“. Die Orientierungslosigkeit angesichts der letzten Etappe des Lebens komme insbesondere davon, dass „man keine Vorstellung vom Tod“ entwickelt habe. Sie öffne einen für die hoffnungsvollen, positiven und somit nachhaltig von der Liebe durchdrungenen Aspekten.