Bischof Sgreccia: Neues britisches Gesetz steht im Widerspruch zur menschlichen Freiheit

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ROM, 21. Februar 2007 (ZENIT.org).- Bischof Elio Sgreccia, Präsident der Päpstlichen Akademie für das Leben, hat darauf hingewiesen, dass das von der britischen Regierung verabschiedete Gesetz, das katholische Adoptionsagenturen in Großbritannien dazu zwingt, ihre Dienste auch homosexuellen Paaren zur Verfügung zur stellen, der menschlichen Freiheit widerspreche.



Am Rande einer Pressekonferenz über den zweitägigen Bioethik-Kongress, den die Päpstliche Akademie am Freitag und Samstag zum Thema „Das christliche Gewissen zur Unterstützung des Rechts auf Leben“ im Vatikan abhalten wird, erklärte der 78-jährige Bischof am Dienstag im Hinblick auf den britischen Gleichstellungsakt, ein Gesetz, das jegliche Diskriminierung in der Bereitstellung von Gütern, Einrichtungen und Diensten aufgrund sexueller Orientierung untersagt: „Ich denke, dass die Verweigerung aus Gewissensgründen vollkommen gerechtfertigt ist, und ich wäre überrascht, wenn ein Land wie Großbritannien, das gewöhnlich als Heimat der Grundfreiheiten betrachtet wird, die Anerkennung dieser Verweigerung auch nur bei einer einzigen Gelegenheit verweigern würde.“

Bischof Sgreccia fügte hinzu, er hoffe nicht, dass es soweit komme. Er könne sich aber auch durchaus vorstellen, dass im gegenteiligen Fall der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte angerufen werde.

Wie der britische Premierminister Tony Blair Ende Januar ankündigte, soll der Gleichstellungsakt nach einer Übergangsfrist Ende 2008 in Kraft treten.