Bischöfe aus dem Umfeld der Fokolar-Bewegung treffen sich in Prag

Tagungsmotto: „Meine Nacht kennt keine Dunkelheit: für eine Kultur der Auferstehung“

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PRAG, 24. September 2007 (ZENIT.org).- 40 Bischöfe aus 18 Nationen mit unterschiedlichen Bekenntnissen sind vom 20. bis zum 27. September in Prag zum XXVI. Internationalen ökumenischen Treffen der Bischöfe innerhalb der Fokolar-Bewegung zusammengekommen.



Der Gastgeber des Treffens in der Hauptstadt der tschechischen Republik ist der Prager Erzbischof Kardinal Miloslav Vlk. Das diesjährige Motto lautet: „Meine Nacht kennt keine Dunkelheit: für eine Kultur der Auferstehung“.

Die beteiligten Bischöfe aus den orthodoxen, syro-orthodoxen, anglikanischen, evangelisch-lutheranischen, methodistischen und katholischen Kirchen, eint die Überzeugung, dass eine Spiritualität der Kommunion für die Ökumene und das Wachstum des Glaubens im XXI. Jahrhundert von wesentlicher Bedeutung ist.

Am Sonntag feierten die Teilnehmer des Kongresses den „Nationalen Sonntag der Ökumene“ und kamen mit führenden Vertretern des religiösen und zivilen Lebens zusammen. Mit ihnen konnten sie das Zeugnis eines konkret gelebten Dialoges teilen. Zu den Programmpunkten der Tagung gehört auch der Besuch von Gemeinden der unterschiedlichen Bekenntnisse. Ziel ist es, Leben und Geschichte dieser Gemeinden zu beleuchten, die häufig von Unterdrückung und Verfolgung gekennzeichnet war.

Das Thema des Treffens stellt nach Angaben der Organisatoren eine Einladung dar, „die Symptome einer kulturellen und kollektiven ‚Nacht‘, die einen Großteil der Menschheit, einschließlich der Gläubigen umfängt, bewusst zu konfrontieren“. Außerdem sollte der Blick „auch auf die vielfachen Hoffnungs- und Lebenszeichen“ gerichtet werden, die es heute gibt. Die Ergebnisse der beiden europäischen ökumenischen Kongresse in Sibiu (Rumänien) und in Stuttgart (Deutschland) werden bei der Tagung analysiert werden.

Die erste Begegnung von Bischöfen, die der Fokolar-Bewegung nahe stehen, hatte es auf Anregung des verstorbenen Aachener Bischofs Klaus Hemmerle schon 1977 gegeben. Ziel dieser Tagungen ist der geistliche Austausch und die brüderliche Begegnung unter den Hirten. Papst Paul VI. hatte dieses Anliegen seinerzeit sofort unterstützt.

Den Bischöfen ist es ein besonderes Anliegen, die „Spiritualität der Gemeinschaft“, die Papst Johannes Paul II. mehrfach als Basis für das Leben des Volkes Gottes in den Mittelpunkt gestellt hatte, fruchtbar werden zu lassen und einander im Austausch über die persönlichen Erfahrungen zu ermutigen.