Bischöfe aus Europa und den USA unterstützen die Katholiken im Heiligen Land

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JERUSALEM,17. Januar 2006 (ZENIT.org).- In diesen Tagen beraten die Vertreter der Koordinationsgruppe der amerikanischen und europäischen Bischofskonferenzen und die Mitglieder der Versammlung der katholischen Bischöfe im Heiligen Land über die gegenwärtige Situation der Katholiken in der irdischen Heimat Jesu, um konkrete Hilfsmaßnahmen zu beschließen.



Das Treffen, das am Samstag begonnen hat und am Donnerstag, dem 19. Januar, zu Ende gehen wird, soll insbesondere die Katholiken in aller Welt sensibilisieren und sie dazu führen, für ihre Glaubensbrüder in Palästina zu beten und ihnen beizustehen. Im Rahmen der bischöflichen Tagung sind unter anderem Gespräche mit offiziellen Vertretern der israelischen, palästinensischen und jordanischen Behörden geplant.

An den ersten beiden Tagen besuchten die Bischöfe mehrere Pfarreien in Jerusalem, Galiläa und Cisjordanien und feierten zusammen mit den jeweiligen Gemeinden die Heilige Messe. Seit Montag kommt man in Arbeitsgruppen zusammen. Gestern besuchten die Bischöfe außerdem das Jerusalemer Notre-Dame-Zentrum, wo sie mit Laien, Ordensleuten und Priestern zusammentrafen. Vorgesehen ist auch eine Begegnung mit dem israelischen Staatspräsidenten Moshe Katsav sowie dem palästinensischen Präsidenten Mahmoud Abbas.

Heute und morgen werden sich die Bischöfe in Jordanien aufhalten, wo sie von König Abdullah II. in Audienz empfangen werden. Am Donnerstag wird die Tagung mit einer Schlusssitzung in Jerusalem ausklingen.

Im Dezember rief P. Amjad Sabbara OFM, Pfarrer in Bethlehem, den Christen neu in Erinnerung, dass in Bethlehem \"der Friedensfürst\" geboren wurde. Deshalb sei Bethlehem \"das Herz der Christenheit – jener Ort, wo sich Jesus der Welt offenbaren wollte. Aus diesem Grund – wegen der Botschaft der Liebe – können wir Bethlehem nicht einfach vergessen. Die Christen in Bethlehem brauchen die Unterstützung und Solidarität der ganzen Welt.\" Nur wenn wieder Pilger nach Bethlehem kommen, \"wird diese Stadt wieder normal, offen, froh und bewohnenswert sein\".