Bischöfe der Ostriten in Zagreb: Neue Formen radikalen Zeugnisses nötig

Eucharistiefeier im lateinischen Ritus zur Demonstration der Einheit mit Papst Benedikt

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ROM, 26. November 2012 (ZENIT.org). – Am 22. November feierten in der kroatischen Hauptstadt Zagreb die 40 Bischöfe der katholischen Ostriten in Europa zum Auftakt ihres jährlichen Treffens eine hl. Messe im lateinischen Ritus unter dem Vorsitz von Kardinal Josip Bozanic, Erzbischof von Zagreb.(ZENIT berichtete)

„Auf diese Weise", so Mgr. Nikola Kekic, Bischof von Krievci, wo das Treffen ausgerichtet wurde, „wollen wir die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche mit dem Papst in Rom an der Spitze bezeugen."

In seiner Predigt erinnerte Kardinal Bozanic daran, dass „in der heutigen Situation, die durch neue ideologische Ausdrucksformen gekennzeichnet ist... neue Formen des radikalen Zeugnisses" nötig seien. Im Jahr des Glaubens, so der Bischof, „sind wir aufgerufen, die Gaben, die wir empfangen haben und die uns in der Nachfolge Christi gestärkt haben, zu erneuern".

Um die Verbindung Kroatiens mit den anderen östlichen Traditionen Europas zu unterstreichen, wurde für den zentralen Teil der Messe das alte Kroatisch-Glagolitische verwendet, eine Form des alten Kroatischen, verwandt mit dem ältesten slawischen kroatischen Alphabet der missionarischen Brüder Cyrill und Methodius, die im Laufe des 9. Jahrhunderts  viele slawische Völker missioniert hatten.

Das diesjährige Treffen fand anlässlich des 400. Jahrestages der Einheit der kroatischen griechisch-katholischen Kirche mit Rom in Kroatien statt.

Kardinal Péter Erdö , Erzbischof von Esztergom-Budapest und Präsident des CCEE,  hatte den Teilnehmern eine Grußbotschaft gesandt, die zu Beginn des Treffens verlesen worden war. Er erinnerte daran, dass „heute in Europa unsere Mitbürger, auch wenn sie sich dessen nicht immer voll bewusst sind, stark das Bedürfnis nach Gott, nach spirituellen Werten und einer neuen Konzeption des Lebens verspüren, die nicht nur nach materiellen Gütern strebt." Für den CCEE- Präsidenten müssen daher „europäische Bürger Menschen sein, die ihren Glauben bekennen und die ihn nicht von dem täglichen Leben trennen."

Weitere Beiträge kamen von Msgr. Dimitrios Salachas, Bischof für den griechischen byzantinisch-katholischen Ritus, von seiner Seligkeit Sviatoslav Schevchuk, Oberhaupt der ukrainischen griechisch-katholischen Kirche, und von Msgr. Cyril Vasil, Sekretär der Kongregation für die Orientalischen Kirchen.

Während des Treffens gab es auch einen Austausch von Informationen über die Aktivitäten der katholischen Bischöfe der Ostriten zum Jahr des Glaubens und einen Bericht über die jüngste Bischofssynode über die Neuevangelisierung von Msgr. Virgil Bercea, Bischof von Oradea Mare .[jb]