Bischöfe erwarten vom G8-Gipfel Unterstützung für Afrika

"Globalisierung muss Chance für alle sein"

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BERLIN, 30. Mai 2003 (ZENIT.org).- Nach ihrer Versammlung am Donnerstag in Berlin haben die europäischen und afrikanischen Bischöfe von den G8-Ländern, die vom 1. bis 3. Juni im französischen Evian zusammenkommen, eine "neue Mobilisierung für den afrikanischen Kontinent" gefordert.



In dem von Bischof Joseph Homeyer, Präsident der Kommission der europäischen Bischöfe (COMECE), und Bischof Laurent Monsengwo Pasinya, Präsident des Symposiums der Bischofskonferenzen von Afrika und Madagaskar, unterzeichneten Brief ist dies mit Deutlichkeit zum Ausdruck gekommen.

Zum G8-Gipfel erwartet Gastgeber Jacques Chirac, der französische Präsident, die Staats- und Regierungschefs Vladimir Putin aus Russland, George W. Bush aus den USA, Jean Chrétien aus Kanada, Tony Blair aus England, Gerhard Schröder aus Deutschland, Junichiro Koizumi aus Japan und Silvio Berlusconi aus Italien.

In dem an Gastgeber Chirac gerichteten Schreiben fordern die Bischöfe von den acht Ländern "konkrete Unterstützung für die Neue Allianz für die Entwicklung in Afrika (NEPAD), eine Erhöhung der Entwicklungshilfe und eine Verringerung der Schuldenlast der Entwicklungsländer ".

Auch erwarten die Bischöfe von den acht Nationen, "dass den afrikanischen Ländern geholfen wird, ihre Pflichten im Rahmen der NEPAD zu erfüllen, um die innere Regierbarkeit zu verbessern".

Die französische Initiative, die Staatschefs einiger afrikanischer Länder und internationaler Organisationen zu einer gemeinsamen Sitzung mit den G8-Ländern einzuladen, hießen die Bischöfe gut.

"Es wird dies eine Etappe in Richtung "globaler Regierung" sein, welche in einem an die Bischöfe der COMECE gerichteten Bericht vom Oktober 2001 vorgeschlagen wurde, damit die Globalisierung eine Chance für alle und nicht nur für die Reichsten wird".

Ferner wird von der EU und von den acht Ländern die Überwindung der "gegenwäritgen Blockade bei den Verhandlungen mit der Welthandelsorganisation im Hinblick auf Agrarhandel und Medikamentenversorgung gefordert, was in Afrika besonders dringend ist".

"Das wird ein Zeichen für die Entschlossenheit sein, ein besseres Weltregierungssystem zu schaffen, das auf Gerechtigkeit und Solidarität gründet".