Bischöfe fordern ein sozialeres Europa, in dem Familien gefördert werden

Studientagung der COMECE in Brüssel (30. Mai 2006)

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BRÜSSEL, 31. Mai 2006 (ZENIT.org).- Gestern, Dienstag, trafen sich Bischöfe und Vertreter von zwölf Bischofskonferenzen des EU-Raums in Brüssel. Sie waren einer Einladung der Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Gemeinschaften (COMECE) gefolgt, um unter dem Motto "Lissabon-Strategie und soziales Europa" über sozialethische Fragen zu beraten und in diesem Zusammenhang mit dem für die Beschäftigungs- und Sozialpolitik zuständigen EU-Kommissar Dr. Vladimir Spidla sowie den Europarlamentariern Prof. José Manuel Garcia-Margallo y Marfil und Josef Szajer zusammenzukommen.



Angesichts der demographischen Entwicklung Europas und der Globalisierung der Märkte stand nach einer Presseerklärung der COMECE die Frage im Vordergrund, "wie die Europäische Union dazu beitragen kann, eine wirksame und finanzierbare soziale Sicherung für bedürftige Menschen als Kennzeichen eines europäischen Sozialmodells zu erreichen".

Die Bischöfe riefen dazu auf, Ehe und Familie auf europäischer Ebene stärker zu fördern und damit dem Subsidiaritätsprinzip Rechnung zu tragen. Außerdem sollte darüber nachgedacht werden, welche Anreize den Unternehmen gegeben werden könnten, um ihrer weltweiten sozialen Verantwortung nachzukommen. Die teilnehmenden Bischöfe stellten weiterhin fest, dass die Arbeitslosigkeit sowie die Integration von Einwanderern in zahlreichen EU-Mitgliedsstaaten große Probleme bereiteten.