Bischöfe in Westafrika beraten über Wege des interreligiösen Dialogs

| 634 klicks

FREETOWN, 12. Oktober 2007 (ZENIT.org).-„Wir müssen endlich begreifen, dass die Religion nicht die Ursache für die unendliche Gewalt sein kann, die es in Westafrika und anderswo gibt“, bekräftigte P. William Avenya, Generalsekretär der Vereinigung von Bischofskonferenzen der englischsprachigen Länder Westafrikas („Association of Episcopal Conferences of Anglophone West Africa“, AECAWA), zum Auftakt der elften Vollversammlung dieses 1977 errichteten Dachverbands, der neun Bischofskonferenzen umfasst.



„Die Kirche ist überzeugt, dass die einzige Vorgehensweise beim interreligiösen Dialog als Teil der ganzheitlichen Entwicklung vor allem das Bemühen um Verständnis und gegenseitigen Respekt des religiösen Credos des jeweils anderen ist“, führte der Priester nach Angaben der Nachrichtenagentur CISA in Nairobi aus.

Auf der Tagung, die am 8. Oktober begonnen hat, werden die Beziehungen zwischen Christen und Muslimen unter anderem im Rahmen eines Seminars beleuchtet, das Wege der Zusammenarbeit aufzeigen will. Erzbischof Ignatius Ayau Kaigama von Jos (Nigeria) berichtet in diesem Zusammenhang über seine persönlichen Erfahrungen im Umgang mit den Muslimen in seiner Erzdiözese.

P. Avenya wies darauf hin, dass die Bischöfe des AECAWA – sie stammen aus Ghana, Liberia, Sierra Leone, Gambia und Nigeria –als Gastland für die Vollversammlung Sierra Leone ausgewählt hätten, um ihre Solidarität mit diesem Land zu bekunden, das darum bemüht sei, die tiefen Wunden des verheerenden Bürgerkriegs zu heilen, der 2002 zu Ende ging. „Die Vollversammlung bietet uns Gelegenheit, mit der Kirche und dem Volk dieses wunderschönen Landes zu beten und die Entschlossenheit des Volkes wahrzunehmen, wenn es darum geht, das Leid des Krieges hinter sich zu lassen.“

„Catholic Relief Services“, Mitglied des internationalen Caritas-Netzwerks, wird während der bischöflichen Vollversammlung Einblick in die Methoden gewähren, die das Hilfswerk zum Dialog zwischen Christen und Muslimen entwickelt hat. Auch ein muslimischer Wissenschaftler wird auf der Tagung des AECAWA das Wort ergreifen.