Bischöfe und Laienbewegungen müssen bessere Zusammenarbeit lernen

Tagung über Neue Charismen in der Kirche ging in Rom zu Ende

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ROCCA DI PAPA, 19. Mai 2008 (ZENIT.org).- Bischöfe und Laienbewegungen müssten zusammenarbeiten, um wirksame Antworten auf die Säkularisierung der Gesellschaft zu finden, betonte P. Julián Carrón, Vorsitzender des Leitungsrates der Bewegung „Gemeinschaft und Befreiung“ („Comunione e Liberazione“) und der gleichnamigen Fraternität.

Am Ende der zweiten Studientagung für Bischöfe zum Thema „Kirchliche Bewegungen“, an dem 150 Bischöfe und Vertreter von neuen Bewegungen und Gemeinschaften in der katholischen Kirche teilgenommen hatten, waren die Teilnehmer von Papst Benedikt XVI. am Samstag aufgefordert worden, gerade diese Zusammenarbeit zu intensivieren.

Vom 15. bis zum 17. Mai hatten die Tagungsteilnehmer nach Worten von Kardinal Camillo Ruini, dem Vikar des Papstes für die Diözese Rom, all jene Aspekte zusammengetragen, die die Hirten von den jeweiligen Bewegungen erwarten: Engagement in den Grenzen der Evangelisierung, festen Glauben und eine Praxis konkreter kirchlicher Gemeinschaft sowie die Aufmerksamkeit für die Zeichen der Zeit.

Bischof André-Mutien Léonard von Namur (Belgien) unterstrich in seinen Darlegungen über die Beziehung zwischen Bischöfen und Bewegungen, dass die persönliche Sensibilität des Bischofs nicht das endgültige Kriterium für die Klärung der Gültigkeit eines Charisma sein könne, weil doch die neuen Charismen, ebenso wie die der Vergangenheit, schon allein durch ihre Existenz der Ortskirche dienten.

Carrón betonte in seinem Beitrag, dass Hirten und Bewegungen sich derzeit mit derselben Herausforderung konfrontiert sähen: der Entchristlichung; oder, wie er es ebenfalls ausdrücken wollte, der Verdrängung des Glaubens auf eine Randexistenz mit der Begründung, das er für das Leben an sich völlig untauglich sei.

Der Vorsitzende des Leitungsrates der Bewegung „Gemeinschaft und Befreiung“ stellte fest, dass man angesichts dieser Herausforderung nicht nach den „wahren“ Antworten, sondern den „wirksamsten" suchen sollte.

Moysés Louro de Azevedo Filho, Gründer der katholischen Gemeinschaft Shalom aus Brasilien, bekräftigte, dass eine dieser Antworten die kontinuierliche Entfaltung der neuen kirchlichen Gegebenheiten sei, insbesondere was die Situation in Lateinamerika angehe.

Kardinal Stanislaw Rylko, Präsident des Päpstlichen Rates für die Laien, betonte zum Ascbhluss der Begegnung: „Gott hat in diesen Tagen mitten unter uns gewirkt. Die eigentliche Arbeit beginnt jetzt erst."

„Lasst uns wieder in unsere Diözesen zurückkehren und bezeugen, was wir erlebt haben", so der Kurienkardinal. „Stehen wir fest in dem, was wir vom Heiligen Geist und in dem Wort und der Lehre des Nachfolgers Petri empfangen haben.“