Bischöfliches Projekt „Agorà“ für die italienische Jugend

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ROM, 31. August 2007 (ZENIT.org).- Die Begegnung der italienischen Jugend mit Papst Benedikt XVI. im italienischen Wallfahrtsort Loreto stellt den Höhepunkt der ersten Etappe eines Dreijahresprojekts der Kirche in Italien für die Jugend dar, , das unter dem Namen „Agorà der Jugend Italiens“ läuft (Das griechische „Agora“ bedeutet „Marktplatz“).



Die Ziele des Pastoralprojekts der italienischen Bischöfe sind ehrgeizig: Die christlichen Gemeinden werden dazu eingeladen, sich vermehrt in der Erziehung der neuen Generationen einzusetzen und die Tätigkeiten der verschiedenen kirchlichen Realitäten besser zu integrieren. Das Ziel der verschiedenen Maßnahmen besteht darin, die jungen Menschen anzuregen, überzeugte und glaubwürdige Zeugen der Neuheit des Evangeliums zu sein. Dies erklärte der Verantwortliche für die Jugendpastoral der italienischen Bischofskonferenz, Paolo Giulietti.

Die christlichen Gemeinschaften müssten sich der Erziehung der Jugend wieder bemächtigen, nachdem sie zu lange an andere delegiert worden sei, stellte der Priester fest. Die Initiative wende sich daher direkt an die Pfarreien und Familien, um diese Erneuerung zu begünstigen.

Die Integration der verschiedenen kirchlichen Realitäten sei grundlegend, weil nur so Mängel einzelner Institutionen, die sich aus ihren notwendigen Begrenzungen ergäben, aufgefangen werden könnten.

Zum dritten sollte der verbreiteten „Introvertiertheit“ der Jugendpastoral entgegengewirkt werden. Die Mission werde in diesem Sinn nicht nur als Ergebnis der pastoralen Handlung verstanden, sondern als innerer Bestandteil der Ausbildung.

Das Triennium der „Agorà“ mit seiner Ausrichtung auf die Mission stellt nach Worten Giuliettis eine wichtige Ressource dar, um diese Ziele zu erreichen.

Die Begegnung der Jugend mit dem Heiligen Vater in Loreto verfolge dieselben Ziele wie das Triennium, das eine einmalige Gelegenheit bedeute, allerdings klar verstanden und verwirklich werden müsse.

Das erste Jahr der Initiative stand im Zeichen des Mottos: „Auf die Welt der Jugend hören“. Der Höhepunkt des zweiten Jahres wird der internationale Weltjugendtag 2008 in Australien sein. Das Pastoraljahr 2008/2009 schließlich ist dem Thema der „kulturellen und sozialen Dimension der Evangelisierung“ gewidmet. Dabei geht es darum, das persönliche und gemeinschaftliche christliche Zeugnis in den Gesamtzusammenhang der großen kulturellen und sozialen Fragen der heutigen Zeit zu stellen.