Blutreliquie von Johannes Paul II. gestohlen

Ort in Abruzzen hofft auf rasche Lösung des Falls

Rom, (ZENIT.org) Maike Sternberg-Schmitz | 164 klicks

Wie die italienische Tageszeitung „La Repubblica“ berichtet, wurde am Samstag in dem Ort San Pietro della Ienca in den Abruzzen eine Blutreliquie von Johannes Paul II. gestohlen. Neben dem Reliquiar mit dem Blut wurde ein Kreuz aus dem Heiligtum gestohlen. Wie die Zeitung mitteilt, suchen mehr als 50 Polizeibeamte nach den Objekten.

Die Reliquie war ein Geschenk des Privatsekretärs Johannes Paul II., Kardinal Stanislaw Dziwisz, aus dem Jahr 2011 an die Kirche, die dem ehemaligen Pontifex geweiht ist. Johannes Paul II. hatte eine besondere Beziehung zu dem Ort San Pietro della Ienca. Im Dezember 1995 hatte er sich hierhin nach einem heftigen Fieber mit seinem Privatsekretär zur Kur zurückgezogen, nachdem er den traditionellen „Urbi et Orbi“-Segen am ersten Weihnachtstag aufgrund seines Gesundheitszustandes vorzeitig abbrechen musste. Johannes Paul II. hatte die Region der Abruzzen immer wieder zum Ski fahren und Wandern aufgesucht.

Weltweit gibt es nur drei Reliquien mit dem Blut von Johannes Paul II., der von 1978 bis 2005 Papst war.