Bolivianische Bischofskonferenz: Kampagne zum Weltflüchtlingstag

„Zieh die Schuhe eines Flüchtlings an und tu den ersten Schritt: dann wirst du seine Lage verstehen“

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LA PAZ, Freitag, 24. Juni 2011 (ZENIT.org/Fidesdienst). – Unter dem Motto „Zieh die Schuhe eines Flüchtlings an, und tu den ersten Schritt: dann wirst du seine Lage verstehen“ hat die Abteilung für Migranten der Bolivianischen Bischofskonferenz in Zusammenarbeit mit dem Flüchtlingshochkommissariat der Vereinten Nationen (UNHCR) eine Kampagne zum Weltflüchtlingstag am 20. Juni anlässlich des 60jährigen Jubiläums der Konvention aus dem Jahr 1951 ausgerufen.

Wie aus einer Verlautbarung hervorgeht, die dem Fidesdienst vorliegt, soll mit dem Aufruf dazu, „sich in die Lage eines Flüchtlings zu versetzen“, und auch zur Überwindung von Intoleranz und Geringschätzung gegenüber Menschen beigetragen werden, die, um das eigene Leben zu retten, alles verloren haben außer „den entschlossenen Willen zu einem Neubeginn“.

Wie aus der Verlautbarung der Abteilung für Migranten der Bolivianischen Bischofskonferenz hervorgeht, gibt es rund 700 Menschen mit Flüchtlingsstatus in Bolivien, darunter Erwachsene und Kinder aus verschiedenen Ländern wie Peru, Kolumbien, Irak, Kamerun, Kuba und viele andere.

Die meisten leben in den Städten La Paz, Cochabamba und Santa Cruz. Viele von ihnen wurden in ihren Heimatländern verfolgt und sind besonders verletzlich, weil sie auch nicht wissen, wie sich ihre Situation im Asylland gestalten wird.

„Trotzdem bemühen sich die Flüchtlinge um Integration und wollen zum Fortschritt des Landes beitragen, das sie aufgenommen hat und ihre neue Heimat werden soll“, heißt es in der Verlautbarung.


In Bolivien soll es vor dem Hintergrund des heutigen Kontextes bald einen Gesetzentwurf zum Status der Flüchtlinge geben, der mit der Verfassung des Landes und mit den internationalen Vereinbarungen und Traktaten übereinstimmt und dabei insbesondere auch den Bedürfnissen der Menschen entspricht, die Bolivien um internationalen Schutz bitten.