Bonifatiuswerk begrüßt Vorstoß zum Schutz des Sonntags

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PADERBORN, 22. Juli 2010 (ZENIT.org).-  Das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken begrüßt den Vorstoß des neuen Arbeitsministers in Nordrhein-Westfalen, Guntram Schneider (SPD), zum Sonntagsschutz. „Dass der Ausweitung der Sonntagsarbeit endlich entgegengetreten werden muss, dem können wir nur zustimmen", erklärt der Generalsekretär des Bonifatiuswerkes der deutschen Katholiken, Monsignore Georg Austen.

Die Forderungen des neuen Arbeitsministers wiesen in die richtige Richtung, aber gingen leider noch nicht weit genug. „Die vier bislang üblichen verkaufsoffenen Sonntage in Nordrhein-Westfalen hat Minister Schneider leider nicht in Frage gestellt", betont Monsignore Austen. Zugleich bedankte er sich bei allen, die im Dienst am Nächsten in Krankenhäusern, bei Feuerwehren und der Polizei auf einen freien Sonntag regelmäßig verzichten müssen. Das Bonifatiuswerk setzt sich mit seine Kampagne „Sonntag nie!" seit Jahren für den Schutz des Sonntags in Deutschland ein.

„Die zahlreichen Ausnahmeregelungen, nicht nur in Nordrhein-Westfalen, höhlen den Sonntagsschutz immer weiter aus", sagte der Generalsekretär weiter. „Wer darunter zu leiden hat, sind vor allem die Kinder, denen durch arbeitende Eltern an einem Sonntag ein bedeutendes Stück Familie genommen wird. Zugleich wird den Eltern und vor allem aber auch den Alleinerziehenden die Chance versagt, oftmals den einzigen gemeinsamen freien Tag in der Woche mit ihren Kindern zu verbringen. Allen Arbeitnehmern, die sonntags arbeiten müssen, wird die Möglichkeit genommen, den Sonntag als Tag des Herrn zu feiern." Zu beachten sei auch, gab Monsignore Austen zu bedenken, dass wenn der freie Sonntag für alle weg falle, kaum mehr ein Zeitpunkt für gemeinschaftliche Aktivitäten für die Gesellschaft vorhanden sei. Der Vereinzelung in der Gesellschaft leiste die sich ausweitende Sonntagsarbeit Vorschub.

Der Generalsekretär des Bonifatiuswerkes äußerte deshalb die Hoffnung, dass die Worte des neuen Arbeitsministers auch in weiteren Bundesländern Gehör fänden. Monsignore Austen: „Es wäre schön, wenn Minister Schneider von der SPD beispielsweise seinen Parteigenossen, den Regierenden Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, überzeugen könnte, die Geschäfte sonntags in Berlin geschlossen zu halten."