Boston: Heiligsprechungsprozess eines Opus Dei-Priesters eröffnet

Pater Muzquiz gründete die Personalprälatur in den Vereinigten Staaten

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BRAINTREE (Massachusetts), Freitag, 10. Juni 2011 (ZENIT.org).- Der amerikanische Erzbischof von Boston hat den Heiligsprechungsprozess von Joseph Muzquiz, einem Priester des Opus Dei eröffnet, der die Personalprälatur in den Vereinigten Staaten einrichtete und für viele Jahre in der Gegend von Boston gearbeitet hat.

Ungefähr 150 Personen, unter ihnen viele ansässige Mitglieder des Opus Dei, versammelten sich am 2. Juni im Pastoralzentrum der Erzdiözese zur formellen Eröffnung des Prozesses für Joseph Muzquiz, berichtet die erzbischöfliche Zeitschrift „The Pilot“.

„Alle Christen sind dazu berufen, heilig zu sein, und wir sind zutiefst dankbar, dass die Erzdiözese Boston diese Mühen auf sich nimmt, um zu prüfen, ob Joseph Muzquiz tatsächlich ein heiligmäßiges Leben führte“, so der Sprecher des Opus Dei, Brian Finnerty.

Joseph Muzquiz wurde im Jahre 1912 in Spanien geboren und 1941 ins Opus Dei aufgenommen.

Er war einer der ersten drei geweihten Männer des Opus Dei und half, es nicht nur in den Vereinigten Staaten, sondern auch in Kanada, Japan und Venezuela zu verbreiten.

Während der Sechziger und Siebziger Jahre arbeitete er in Europa und trieb die Heiligsprechung des Gründers des Werkes, des heiligen Josemaria Escriva de Balaguer, voran.

Als er 1981 in die Vereinigten Staaten zurückkehrte, blieb er dort bis zu seinem Tode im Jahre 1983.

Der Event des 2. Juni zeichnete den Beginn des ersten Schrittes der Heiligsprechung, die auch die Sammlung der Beweise seiner heroischen christlichen Tugenden beinhaltet. Wenn dieser Schritt erfolgreich abgeschlossen werden sollte, dann wird der Fall an die Kongregation für Heiligsprechungen weitergeleitet werden.

David Cavanagh, Priester des Opus Dei und Förderer des Prozesses für Joseph Muzquiz, bemerkte nach dem Eröffnungsgebet, dass dieser Priester als einer „der wenigen Personen erachtet werden kann, die bis zum Ende treu blieben und auf dem Weg der Heiligkeit ein Leben heroischer Tugenden lebten“.

Verschiedene Mitglieder des Opus Dei, die bei der Feier anwesend waren, hatten Muzquiz persönlich gekannt und reagierten voll Freude auf den Beginn des Prozesses.

John Coverdale, Mitglied des Opus Dei seit über 50 Jahren und Autor von „Putting Down Roots: Father Joseph Muzquiz and the Growth of Opus Dei“ (Wurzeln schlagen: Joseph Muzquiz und das Wachstum von Opus Dei“), äußerte gegenüber „The Pilot“, dass der Priester „eine außerordentlich hingebungsvolle Person war und genau verstand, wann Gott ihn rief, etwas zu tun“.

„Dies war der zentrale Punkt seines Lebens“, fügte er hinzu.

[Übersetzung aus dem Italienischen von Josef Stolz]