Botschaft des Papstes zur 125-Jahr-Feier portugiesischer Franziskanerinnen

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VATIKAN, 25. Juli 2001 (ZENIT.org).- Der Papst hat den Franziskanerinnen von der Kongregation der Unbefleckten Empfängnis in Portugal "das Vertrauen des Nachfolgers Petri" versichert und daran erinnert, dass "Gott zum geweihten Leben beruft, um neue Antworten zu finden auf die neuen Probleme von heute".



In einer Botschaft an die Generaloberin des Ordens, Mutter Irma Isilda de Freitas, anlässlich der 125-Jahrfeier der Anerkennung der Kongregation durch den Heiligen Stuhl erinnerte der Papst an die schwierigen Gründungsbedingungen für die Gründerin Mutter Maria Clara. Libânia do Carmo, so ihr weltlicher Name, wurde 1843 geboren. Mit 7 Jahren verlor sie ihre Muter und mit 13 ihren Vater. Bei den Schwestern der Nächstenliebe des heiligen Vinzenz von Paul großgeworden, musste sie beim Einsetzen der Verfolgung mit den Schwestern das Land verlassen und fand Unterschlupf bei einer befreundeten Familie. Doch der Ruf Gottes war stärker als jener der Welt.

Mit 25 Jahren widmete sie sich dem Dienst an Gott im "Pensionnat de S. Patrick" von Pater Raimundo dos Anjos Beir, dessen Ziel es war, die Jugend zu erziehen und den Kapuzinermonialen Unserer lieben Frau von der Empfängnis, Franziskanertertiarinnen, die 1710 gegründet wurden, zu helfen. In diese Gemeinschaft trat Libânia ein und nahm den Namen Maria do Menino Jesus an.

Doch weil die religiöse Verfolgung in Portugal andauerte, ging Maria Clara mit ihren Mitschwestern nach Frankreich, um ihr Noviziat bei den Tertiarregularinnen des Heiligen Franz in Calais zu absolvieren. Kaum nach Portugal zurückgekehrt, gründete sie einen französischen Franziskanerinnenzweig, der von Pius IX. in einem Reskript bestätigt und auch von den portugiesischen Behörden anerkannt wurde, da sie nichts anderes wollten, als einen "Verein der Guten Werke" zu gründen.