Brasilien: Gespräche zum Weltjugendtag, Jahr des Glaubens, Ökumene und Zahl der Katholiken

In Aparecida findet derzeit die Generalversammlung der Nationalen Konferenz der Bischöfe Brasiliens statt

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ROM, 24. April 2012 (ZENIT.org).- Am dritten Tag der Generalversammlung der Nationalen Konferenz der katholischen Bischöfe Brasiliens (CNBB) in Aparecida wurden im Rahmen der Pressekonferenz vier große Themenbereiche herausgearbeitet: der Weltjugendtag im Jahr 2013 in Rio de Janeiro, das Jahr des Glaubens, die Ökumene und die Zahl der Katholiken in Brasilien.

Einer Mitteilung der CNBB zufolge wurden unter der Koordinierung von Msgr. Dimas Lara, Sprecher der heuer zum 50. Mal stattfindenden Generalversammlung, folgende Geistliche als Vertreter zur  Pressekonferenz  entsandt: Msgr. Orani João Tempesta, Erzbischof von Rio de Janeiro, Msgr. Sérgio da Rocha, Erzbischof von Brasilien und der Bischof der Diözese Volta-Redonda/Barrado Piraí, Msgr. Francesco Biasin.

Erzbischof Tempesta gab bekannt, dass der von der Organisation des Weltjugendtages vorgesehene Anmeldezeitraum kommenden Juli beginnen  werde. Der Bischof erinnerte daran, dass eine Anmeldung zum Weltjugendtag nur bei einem Drittel der Teilnehmer erfolge. Für die Teilnahme sei eine Anmeldung nicht erforderlich. Eine ähnliche Diskrepanz zwischen registrierten Anmeldungen und der tatsächlichen Teilnehmerzahl wie auf dem Weltjugendtag von Madrid sei zu erwarten. Damals standen 500.000 Anmeldungen 2 Millionen Teilnehmern gegenüber.

Erzbischof Sérgio da Rocha von der Bischofskommission für die Glaubenslehre erinnerte seinerseits an die Bedeutung des von Benedikt XVI. ausgerufenen Jahres des Glaubens und die Vorbereitung auf die Bischofssynode, die kommenden Oktober zusammentreten wird.

Erzbischof Francesco Biasin von der Kommission für Ökumene und interreligiösen Dialog betonte „das Bestreben der Kirche, den Dialog mit den weiteren christlichen Kirchen und anderen Religionen zu festigen“.

In Bezug auf die Zahl der Katholiken in Brasilien erklärte Bischof Dimas Lara, dass die vorgelegte Zahl nicht endgültig sei. „Die Gesamtzahlen stehen noch nicht zur Verfügung. Erhöht sich die Zahl der Konfessionslosen, so heißt das nicht, dass der Atheismus im Steigen begriffen ist“, führte der Bischof aus.

[Übersetzung des italenischen Originals von Sarah Fleissner]