Brasilien: Initiativen gegen Frauenhandel zum internationalen Tag der Frau

Internationale Telefonberatung für betroffene Frauen

Rom, (ZENIT.org) | 1047 klicks

Immer mehr Frauen werden in Brasilien Opfer der Prostitution, die ihren Höhepunkt insbesondere während des Karnevals verzeichnet, da während der Karnevalszeit besonders viele Touristen auf der Suche nach „Abenteuern“ ins Land kommen. Oft werden brasilianische Frauen, die zunächst im eigenen Land in die Hände krimineller Netzwerke gelangen, später ins Ausland gebracht.

Anlässlich des Internationalen Tages der Frauen am 8. März wurden verschiedene Initiativen zur Bekämpfung des Frauenhandels auf den Weg gebracht.

Wie aus einer Verlautbarung hervorgeht, die dem Fidesdienst vorliegt, hat sich auch die brasilianische Regierung der Kampagne zur Bekämpfung des Menschenhandels angeschlossen. Außerdem wird die Kampagne von insgesamt zehn Ländern in Nordamerika, Europa, Asien und dem Nahen Osten unterstützt.

Die Aktion zur Verbrechensbekämpfung, an der auch die katholische Kirche teilnimmt, will insbesondere auch brasilianischen Frauen im Ausland helfen.

Eine Internationale Telefonberatung betreut seit 2012 Frauen, die im Ausland Opfer von Gewalt wurden. Brasilianerinnen, die im Ausland leben, werden kostenlos beraten: in drei Ländern (Spanien, Portugal und Italien) wurden besondere Telefonnummern dafür eingerichtet (900 990 055 in Spanien, 800 800 550 in Portugal und 800 172 211 in Italien. In Brasilien ist die Telefonberatung über die Nummer 180 erreichbar.