Brasilien: Katholiken finden den Weg zurück in die Kirche

| 648 klicks

KÖNIGSSTEIN, 27. Januar 2006 (ZENIT.org).- In Brasilien gibt es nicht nur das Phänomen, dass Katholiken der Kirche den Rücken zukehren, um sich evangelikalen Gemeinschaften anzuschließen. Jetzt wird die Kirche in diesem Land auch Zeugin der Heimkehr vieler, erklärte Bischof Franco Dalla Valle SDB aus Juina im brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso während eines Deutschland-Besuchs.


\"Als meine Diözese im Jahr 1997 errichtet wurde, gab es gerade sechs Gemeinden. Jetzt gibt es zehn Pfarren und einen Missionsbezirk\", sagte der 60-jährige Bischof am Zentralsitz des internationalen pastoralen Hilfswerks \"Kirche in Not\". Der aus Italien stammende Salesianer Don Boscos informierte, dass die Zahl der Priester in seiner Diözese von sechs auf zwanzig Seelsorger gestiegen sei. \"Zurzeit bereiten sich fünf junge Männer im Seminar von Cuiaba auf das Priesteramt vor. Und wir haben auch Ordensberufungen\", fügte er hinzu.

Die große Armut und die hohe Arbeitslosigkeit seien der Grund für Gewalttätigkeit und Drogenhandel, die weite Teile der Region prägten. \"Um den jungen Leuten eine Perspektive zu geben, möchte ich Schulen und berufliche Ausbildungsstätten aufbauen.\" Sehr wertvoll seien die katholischen Medien, betonte Bischof Dalla Valle: \"Unsere diözesanen Fernsehprogramme enthalten weder \' Telenovelas\' noch Pornographie oder Werbung\", versicherte er. \"Folglich sind sie sogar unter Anhängern der Freikirchen sehr beliebt, von denen viele zum katholischen Glauben zurückkehren, wenn sie das Geheimnis Gottes betrachten.\"