Brasilien: Morddrohung gegen Msgr. Casaldáliga

Beschützer der Ureinwohner ist seit 1968 im Amazonasgebiet tätig

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ROM, 17. Dezember 2012 (ZENIT.org). - Msgr. Pedro Casaldáliga, emeritierter Bischof von São Félix (Brasilien), erhielt in letzter Zeit wiederholt Morddrohungen, die mit seinem Einsatz zugunsten der Interessen der Ureinwohner zusammenhängen. Die Meldung stammt vom Nachrichtendienst FIDES; Radio Vatikan übernahm die Nachricht ebenfalls.

Die Drohungen haben sich in den letzten Wochen dramatisch intensiviert, wahrscheinlich wegen des bevorstehenden Urteilsspruch in einem Gerichtsverfahren, bei dem es um den Besitz eines Grundstücks in der Nähe von São Félix do Araguaia geht.

Dem Gericht nahe stehende Quellen meldeten, dass das Urteil vermutlich zugunsten der Ureinwohner vom Volk der Xavante lauten werde, deren Land schon seit vielen Jahren ausgeplündert wird. Msgr. Casaldáliga habe mit seinem Einsatz wesentlich zu diesem Urteilsspruch beigetragen.

Der brasilianische Missionsrat Indigener Völker (CIMI) drückte Casaldáliga seine „volle Solidarität“ aus. In seiner langen Laufbahn als Bischof habe er sich immer schon, „seit er seinen Fuß auf den Boden von Araguaia setzte, für die Interessen der Armen, der Ureinwohner und der Arbeiter eingesetzt.“

Msgr. Casaldáliga kam 1928 in Katalonien (Spanien) zur Welt. Als er 1968 in das brasilianische Amazonasgebiet kam, hatte er bereits sieben Jahre als Missionar in Äquatorialguinea hinter sich.

Das Volk der Xavante durfte seine tatkräftige Hilfe schon mehrmals erfahren.

[Übersetzung des französischen Originals von Alexander Wagensommer]