Brief an neue Kardinäle

Papst Franziskus erinnert an die Demut

Rom, (ZENIT.org) Maike Sternberg-Schmitz | 337 klicks

In einem auf den 12. Januar datierten Brief an die 19 neu ernannten Kardinäle erinnerte Papst Franziskus die Würdenträger daran, dass die Kardinalswürde keine Beförderung sei, ebenso wenig „eine Ehre noch eine Zierde“. Er betonte, dass es sich um einen Dienst handle, der verlange, „den Blick zu weiten und das Herz zu öffnen“.

Radio Vatikan veröffentlichte den Brief, in dem jeder der neuen Kardinäle mit „lieber Bruder“ angesprochen und von Papst Franziskus geduzt wird. Er wünsche sich, „dass Du mir als Teil der Kirche Roms, ausgestattet mit den Tugenden Jesu (vgl. Röm 13, 14), mit brüderlicher Wirksamkeit in meinem Dienst an der Weltkirche helfen kannst.“ Weiter heißt es: „Und man kann die Fähigkeit, weiter zu sehen-und grenzenloser und mit größerer Intensität lieben zu können, nur erreichen,obwohl das paradox scheint, indem man dem Weg des Herrn folgt: dem Weg des Sich-Kleinmachens und der Demut, wie ein Sklave zu werden (vgl. Phil 2, 5-8). Deshalb bitte ich Dich mit Nachdruck, diese Ernennung mit einem einfachen und demütigen Herzen zu empfangen. Und auch wenn Du diese Nachricht mit Wonne und Freude aufnehmen solltest, tu es so, dass diese Empfindung weit von jedem Ausdruck der Weltlichkeit sei, von jeder Art von Feierdie dem Geist des Evangeliums in Hinblick auf Schlichtheit, Genügsamkeit und Armut nicht entspricht.“

Abschließend verwies Papst Franziskus auf das Treffen am 20.Februar und beteuerte, dem entsprechenden Kardinal zur Verfügung zu stehen. Er bat darum, für ihn zu beten und beten zu lassen. Mit den Worten: „Brüderlich, Franziskus“ endet der Brief.