Brief vom Papst an eine an einem Tumor leidende Frau

Die Verwandten von Basilia Sforzini hatten den Heiligen Vater um Trost gebeten

Vatikanstadt, (ZENIT.org) | 361 klicks

Den letzten Abschiedsgruß vor ihrem Tod erhielt Basilia Sforzini von Papst Franziskus. Die im Alter von 53 Jahren infolge eines Tumors verstorbene Hausfrau aus Corridonia in der italienischen Provinz Macerata erhielt am Montag ein Antwortschreiben, in dem unter dem Wappen des Heiligen Stuhls folgendes zu lesen war: „Der Heilige Vater möchte Ihnen, Ihrer Tochter und den Familienangehörigen seine liebevolle Nähe erweisen und ruft sie dazu auf, die liebe Gemahlin der Zärtlichkeit und der unendlichen Güte Gottes, des Vaters, anzuvertrauen.“

Die Familienmitglieder der Frau hatten ein Gebet und tröstende Worte des Papstes erbeten. Die Antwort des Papstes ließ nicht lange auf sich warten. Basilias Tochter Samantha gab dazu Folgendes bekannt: „Der Brief ist am Montag angekommen: ich habe ihn meiner Mutter jedoch am nächsten Tag vorgelesen.“ Der direkt aus dem Vatikan versandte Brief mit der Unterschrift von Msgr. Peter Wells enthielt einen für „Frau Basilia“ vom Papst geweihten Rosenkranz. Basilias Ehemann Tonino Marcelletti und die anderen Familienmitglieder versicherte der Prälat „einer besonderen Erinnerung“ von Papst Franziskus „am Altar“. Dieser spendete den „apostolischen Segen“ und bat darum, „für sie zu beten“. 

„Ich war zutiefst bewegt”, so Samantha, der zufolge die Familie am Dienstag einen weiteren Brief aus dem Vatikan mit der Bitte erhalten hat, „ob der Papst anrufen dürfe, um direkt mit meiner Mutter zu sprechen“. In jener Nacht, jedoch, war Basilea nicht dazu fähig und kehrte heim in die unendliche „Zärtlichkeit und unendliche Güte Gottes, des Vaters“, wie Franziskus es formuliert hatte.

Tonino und Samantha bedankten sich mit den folgenden Worten für die Anteilnahme: „Wir möchten all jenen danken, die uns ihre Nähe erwiesen. Ihre Gegenwart war uns eine Quelle großen Trostes. Bei der Beerdigung haben wir auf Blumenschmuck verzichtet: Die Spenden erlaubten es uns, die Krebsforschung mit 755 Euro zu unterstützen.“