Brief von P. Federico Lombardi SJ, des neuen Leiters des vatikanischen Pressebüros, an die beim Heiligen Stuhl akkreditierten Journalisten

Ziel ist es, die "Tätigkeit des Heiligen Vaters und die Wirklichkeit der Kirche" begreiflich zu machen

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ROM, 12. Juli 2006 (ZENIT.org).- In einem gestern veröffentlichten Schreiben begrüßt der 63-jährige Jesuitenpater Federico Lombardi, Nachfolger von Joaquín Navarro-Valls im Amt des Direktors des Pressebüros des Heiligen Stuhls (vgl. Nachricht vom 11. Juli), seine Kollegen der internationalen Presse und teilt ihnen mit, dass er sich unermüdlich für Papst Benedikt XVI. und die Journalisten im Vatikan einsetzen wolle.



Der Ordenspriester, dem die Leitung von "Radio Vatikan" und dem vatikanischen Fernsehzentrum anvertraut ist und der Mitarbeiten zufolge täglich 25 Stunden arbeiten soll, würdigt in dem Brief seinen Vorgänger und umreißt das Hauptziel seines journalistischen Wirkens: "Seit langem arbeite ich wie Ihr dafür, dass die Tätigkeit des Heiligen Vaters und die Wirklichkeit der Kirche auf objektive und angemessene Weise wahrgenommen und verstanden werden."

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Liebe Kollegin, lieber Kollege,

während ich mich darauf vorbereite, diese neue Aufgabe beim Pressebüro des Heiligen Stuhles zu übernehmen, bin ich natürlich dem Heiligen Vater und den Oberen für das Vertrauen dankbar, das sie in mich setzen. Ich denke aber auch voller Zuneigung besonders an Dich und an alle Kollegen aus dem Bereich der Information, denen zu dienen ich gerufen wurde.

Seit langem arbeite ich wie Ihr dafür, dass die Tätigkeit des Heiligen Vaters und die Wirklichkeit der Kirche auf objektive und angemessene Weise wahrgenommen und verstanden werden.

Dr. Navarro-Valls hat seinen langen Dienst auf diesem Gebiet mit herausragender Kompetenz, Intelligenz und Hingabe geleistet. Wir alle sind ihm dafür zutiefst dankbar und zählen weiter auf seine Freundschaft.

Ich kann mir nicht anmaßen, ihn zu imitieren. Aber Ihr könnt auf den Einsatz zählen, den ich mit meinen Grenzen, aber auch mit allen mir zur Verfügung stehenden Kräften dem Dienst für den Heiligen Vater und für Eure Arbeit widmen werde. Ich weiß, dass ich auf die Zusammenarbeit zählen kann, die mir und Euch mit Sicherheit vom gesamten Personal des Pressebüros, angefangen beim Vizedirektor, meinem Freund P. Ciro Benedettini, in großzügiger Weise angeboten werden wird.

Ich bitte auch Dich um dein Wohlwollen. So wird diese gemeinsame Strecke unseres Weges fruchtbarer sein.

Ich vertraue dem Herrn diese Gefühle am liturgischen Fest des heiligen Benedikt an, an dem ich vielleicht nicht aus Zufall den Auftrag zu diesem neuen Dienst erhalte.

Herzlichst,

Dein

Federico Lombardi SJ

[ZENIT-Übersetzung des italienischen Originals; © Copyright 2006 – Libreria Editrice Vaticana]