Britische Bischöfe fordern Katholiken auf, durch ihren Leib Gott zu preisen

Tag des Lebens feiert Bedeutung von Sport und gesundem Lebensstil in Hinblick auf die Olympischen Spiele

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LONDON, 25. Juli 2012 (ZENIT.org).- Die Bischöfe von Irland, Schottland, England und Wales nahmen die Olympischen Spiele in London zum Anlass, um alle Katholiken zu einem ausgewogeneren und umweltbewussteren Lebensstil aufzurufen. In England und Wales wurden in den Pfarreien mehr als 400.000 Flyer ausgelegt, die die Menschen dazu einladen, das ausserordentliche Wunder und die Würde ihres Leibes zu feiern und „durch ihren Leib Gott zu preisen“, wie Paulus schreibt.

Der diesjährige „Tag des Lebens“ betont die Bedeutung von Gesundheit und Körperpflege, von Fitness und Sport. Das Event soll in den Pfarreien von England und Wales am 29. Juli begangen werden. Der „Tag des Lebens“ wird jedes Jahr in Großbritannien von der katholischen Kirche organisiert. Die Einnahmen der Veranstaltung gehen an das Anscombe Bioethics Centre und an andere mit Lebensrecht verbundene Aktivitäten der Kirche.

Erzbischof Peter Smith von Southwark, Leiter des „Day for Life“ in England und Wales, äußerte sich zur Bedeutung der Olympischen Spiele und zur Wichtigkeit eines gesunden Lebensstils. „In den kommenden Wochen werden wir sehen, wie die Teilnehmer der Olympischen und Paralympischen Spiele die erstaunlichsten Dinge vollbringen. Wir werden darüber staunen, wie Weltrekorde durchbrochen und Goldmedaillen gewonnen werden, und wie nach Jahren harten Trainings, persönlicher Opfer und täglicher Disziplin ein Körper Herausforderungen überwindet, die wir menschlich für unmöglich gehalten hätten. Der diesjährige ‚Tag des Lebens‘ erinnert uns alle daran, wie wichtig es ist, seinen Körper zu pflegen, egal in welchem Alter und in welcher Kondition man sich befindet. Es ist ein Aufruf, ‚durch unseren Leib Gott zu preisen‘.“

Die Abschlusserklärung der diesjährigen Veranstaltung nimmt Bezug auf die Olympischen und Paralympischen Spiele, die dazu beitragen, den menschlichen Körper „in all seinen wunderbaren Fähigkeiten“ zu feiern, „die ganz besonders dann zu erkennen sind, wenn sie Schmerzen und die Herausforderung einer körperlichen Behinderung überwinden.“

„Die Spiele bezeugen, dass der Erfolg im Sport durch die Harmonie zwischen Körper, Geist und Verstand erzielt wird und, dass diese Harmonie durch Training und Disziplin zu erlangen ist“, heißt es in der Erklärung.

Die Initiative fand im Geist des Aufrufs von Papst Benedikt XVI. statt, der 2009 alle Christen dazu ermutigte, Sport zu betreiben, als „ein Übungsfeld für gesunden Wettbewerb und körperliche Erbauung; eine Schule, an der menschliche und geistige Werte erlernt werden können; ein privilegiertes Mittel zu persönlicher Reife und gesellschaftlichen Kontakt.“

Ebenfalls auf diesen Aufruf bezog sich der paralympische Medaillenträger und Britische Athlet Stef Reid. „Unser Leib zählt und er ist gut. Deshalb ist es wichtig, dass wir ihn nicht vernachlässigen“, sagte er in einer Videobotschaft, die für diesen Tag aufgenommen wurde.

[Übersetzung des englischen Originals von Alexander Wagensommer]