Buch über Christen in Pakistan erschienen

Eva-Maria Kolmann: Pakistan, Christen im Land der Taliban

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KÖNIGSTEIN, 7. März 2012 (ZENIT.org/ KIN). - Unter dem Titel „Pakistan – Christen im Land der Taliban“ gibt das katholische Hilfswerk „Kirche in Not“ ab sofort unentgeltlich ein Buch über die aktuelle Lage der Christen in der Islamischen Republik Pakistan heraus. Es erscheint anlässlich des ersten Todestags des katholischen pakistanischen Politikers und Kämpfers für die Religionsfreiheit, Shahbaz Bhatti. Dieser war am 2. März 2011 von islamistischen Terroristen in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad auf dem Weg zur Arbeit erschossen worden.

Die Autorin Eva-Maria Kolmann berichtet in dem Buch tagebuchartig über ihre Erlebnisse während einer Projektreise des Hilfswerks nach Pakistan im November 2011. Ein Hauptaugenmerk legt die Autorin in dem reich bebilderten 128-seitigen Buch auf das Schicksal der pakistanischen Frauen, die ihrer Beobachtung nach in dem islamisch geprägten Land oft als „Menschen zweiter Klasse“ behandelt werden.

Ebenso zur Sprache kommt die zunehmend schwierige Situation aller Christen im Alltag, seit die Politik Pakistans immer mehr von radikalen islamistischen Gruppen beeinflusst wird. Besonders das sogenannte „Anti-Blasphemiegesetz“, das die Schändung des Korans oder die Beleidigung des Propheten Mohammed unter harte Strafen stellt, werde vielerorts als Anklagegrund gegen unliebsame Personen missbraucht, ohne dass sich diese tatsächlich eines dieser „Vergehen“ schuldig gemacht hätten, berichtet Kolmann. Doch sie beschreibt auch, wie Katholiken mancherorts sogar der interreligiöse Dialog mit den Taliban gelingt.

„Pakistan – Christen im Land der Taliban“ kann hier unentgeltlich bestellt werden.