Buchtipp: Thomas Jablowsky: Zeit haben für Sterbende

Wie geht das zusammen - klassische Pfarrseelsorge und ambulante Hospizarbeit?

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ROM, 21. Oktober 2009 (ZENIT.org).- Unsere Gesellschaft verändert sich rapide, das lässt sich besondere gut ablesen an ihrer Überalterung und der Zunahme von Single-Haushalten. Dieser Wandel hat auch erhebliche Auswirkungen auf den Umgang mit Schwerkranken und Sterbenden, so die Feststellung des Theologen Thomas Jablowsky. Der Seelsorger, geboren 1965 in Mannheim, den der Zivildienst in einer Sozialstation geprägt hat fragt: Ist die Kirche, die selbst vor großen Strukturproblemen steht, künftig noch der Kernaufgabe der Sterbe- und Trauerkultur gewachsen?

Jablinski, der nach dem Studium der Medien und öffentlichen Kommunikation eine Journalistische Tätigkeit für die Diözese Passau in Altötting (Hörfunk, Fernsehen, Print) aufnahm, fragt in seinem Buch „Zeit haben für Sterbende“, sehr kritisch nach den aktuellen Bedingungen des Krankseins und des Sterbens. Gleichzeitig stellt er Modelle vor, wie eine außermedizinische, außerfamiliäre Begleitung von Sterbenden gelingen kann.

Dabei kommt es dem jetzigen Referenten im Landeskomitee der Katholiken in Bayern und Redaktionsleiter der Zeitschrift „Gemeinde creativ“ ganz besonders auf die Verbindung von Hospizbewegung und Seelsorge an, ohne dass er die Probleme und Spannungen einer solchen Beziehung verschweigen würde.

In großen Interviews Iässt der Autor Praktiker und Experten zu Wort kommen, gleichzeitig fragt er nach den biblischen Begründungen für die Sterbebegleitung und nach ihren gesellschaftlichen Unterstützungsstrukturen.

[Thomas Jablowsky: Zeit haben für Sterbende, Zum Miteinander von Hospizverein und pfarrlicher Seelsorge, St. Michaelsbund; 14,80 Euro]