Buchvorstellung: Il Vescovo Maestro delle Fede von Fabio Fabene

Das Bischofsamt, seine Aufgaben und seine Herausforderungen

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ROM, 4. Dezember 2012 (ZENIT.org). –  Fabio Fatebene, Capo Ufficio della Congregazione per i Vescovi (Leiter des Büros der Kongregation der Bischöfe), verfasste das Buch „Il Vescovo –Maestro della Fede“, wie er den Anwesenden während der Buchvorstellung am 21. November 2012 erklärte, im Hinblick auf das Jahr des Glaubens und das 50- jährige Jubiläum des Zweiten Vatikanischen Konzils. Sein Buch sei als Zusammenfassung und als Erläuterung des Begriffs „maestro della fede –Lehrer des Glaubens“ zu verstehen. Insbesondere der letzte Teil des Buches sei von den gesellschaftlichen Veränderungen seit den 60er Jahren –wie z.B. der Scheidung – beeinflusst.

Enzo Romeo, Journalist und Vatikanist, beschrieb das Buch von Mario Fabene als Beitrag zum Verständnis des Mysteriums des Bischofsamtes, zu dessen gröβten Herausforderungen der Dialog mit der Gesellschaft von heute und die Verbreitung des Glaubens vor allem unter den jungen Menschen gehöre.

Ein Bischof müsse bei der Verrichtung seiner Aufgaben von seinem pastoralen Auftrag, der Liebe zur Wahrheit, dem Gebet und der Meditation geleitet sein, wie S.E. Msgr. Gerhard Ludwig Müller, Präfekt der Glaubenskongregation, während der Buchpräsentation ausführte. Er dürfe eben nicht wie ein Manager handeln, sondern, ganz im Gegenteil, wie ein Hirte, der sich mit aller Hingabe um seine Herde sorge.

Für die gewissenhafte Verrichtung des Amtes sei deshalb neben der Bewältigung der praktischen Aufgaben, auch ein ausreichend groβes Zeitfenster für die Kontemplation und das Studium erforderlich.

Die Kirche sei kein Kreis von Freunden, sondern richte sich vielmehr an die gesamte Menschheit. Die Kirche, so S.E. Msgr. Gerhard Ludwig Müller, ist universal und vereint alle Menschen, unabhängig von sozialem Stand, Geschlecht, Alter oder Nationalität. Dem Bischof komme die Aufgabe zu, die Menschen zu vereinen und Trennung – z.B. aus sozialen Gründen - durch seine Arbeit und seinen Einsatz zu überwinden.

In der Wiedervereinigung liege die eigentliche Arbeit der Kirche. Der Bischof missioniere in diesem Sinn auf lokaler Ebene in seiner Diözese. Doch dürfe sich das Engagement nicht rein auf die lokale Ebene beschränken und zu einem Nebeneinander der Kirchen führen, sondern die Kirche müsse vielmehr vereint – wie ein Felsen – den Glauben weitergeben.

Katholisch bedeute nicht die Autonomie der Diözesen, sondern das Aufeinanderzugehen und Überschreiten der Grenzen. Der Bischof habe dabei die Aufgabe, Einheit innerhalb seiner Gemeinde und Einheit mit der Kirche zu bewirken sowie zur Einheit mit der globalen und universalen Kirche beizutragen.

Grundlegend bei der Ausführung des Bischofsamtes sei der gewissenhafte und korrekte Umgang mit der dem Bischof anvertrauten Macht, der eine entsprechende Sensibilität und Gefestigtheit der christlichen Werte wie z.B. Freundschaft und Nächstenliebe voraussetze. [bd]

Buchtipp:
Fabio Fabene: Il Vescovo- Maestro della Fede.
Prefazione S.E. Mons. Gerhard Ludwig Müller, Prefetto della Congregazione per la Dottrina della Fede.

Libreria Editrice Vaticana 2012
12,00 €