Buddhistisches Bhutan: Christen haben es schwer

Trotz Demokratie keine volle Freiheit für religiöse Minderheit

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THIMPHU, 17. Februar 2010 (ZENIT.org/idea).- Christen im südasiatischen Königreich Bhutan haben es immer noch schwer, obwohl in dem buddhistischen Himalaja-Staat seit zwei Jahren Demokratie herrscht. In dem Land mit 690.000 Einwohnern und einer Fläche von der Größe der Schweiz sind keine Kirchen oder Versammlungsräume von Christen zu sehen. Sie müssen sich weiter im Untergrund versammeln. Ihre Zahl wird nach Schätzungen zwischen 3.000 und 6.000 beziffert.

Etwa 75 Prozent der Einwohner Bhutans sind Buddhisten und 22 Prozent Hindus. Der Bau christlicher Versammlungsstätten ist nach Auskunft einheimischer evangelischer Pastoren weiterhin unmöglich, weil keine Baugenehmigung erteilt wird. Es gibt auch keine christlichen Buchläden oder Friedhöfe. Seit zwei Jahren ist eine neue Verfassung in Kraft. Danach herrscht zwar Religionsfreiheit, aber die Einladung zum Religionswechsel ist untersagt. Die christliche Minderheit muss keine Verfolgung erleiden, unterliegt aber starken Einschränkungen ihrer Glaubensausübung. Trotzdem kommen zu Gottesdiensten in Hausversammlungen nicht selten über 100 Personen.